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SPD-Landtagskandidat René Bennecke stellt Schwerpunkte vor

SPRINGE/LÜDERSEN. Es war ein deutliches Votum, das die Springer SPD am Freitagabend für ihren Landtagskandidaten René Bennecke abgab. Mit 42 von 59 Stimmen setzte er sich gegen Andreas Wietstock und Stephan Piesareck durch. Der 35-Jährige will vor allem die Themen Polizei und Feuerwehr angehen.

M. Miersch
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Saskia Helmbrecht Redakteurin zur Autorenseite

Seit knapp 15 Jahren ist der Alvesröder in der SPD, seit 2012 ist der Ratsherr und Vize-Parteichef auch Ortsbrandmeister. Daher liege ihm das Thema Feuerwehr besonders am Herzen. „Die Innenpolitik ist mir sehr wichtig“, betonte Bennecke in der Vorstellungsrunde. Es sollten alle Bereiche gefördert werden, die eine Kommune zusammenhalten: „Aus diesem Grund darf man Vereine mit der Finanzierung nicht im Regen stehen lassen“, so der selbstständige Ingenieur.

Ihm geht es vor allem um die Gerechtigkeit bei Polizei und Feuerwehr, stellte der Landtagsbewerber klar. Und gewann damit klar das Mandat der Springer Genossen. „Mir ist ein großer Stein vom Herzen gefallen. Mit dem Ergebnis hätte ich nicht gerechnet“, freute sich der 35-Jährige. Auch SPD-Chef Eberhard Brezski war zufrieden mit der Nominierung: „Mit René Bennecke haben wir eine gute Chance zu gewinnen.“ Für Hemmingen sei Kerstin Liebelt ins Rennen gegangen. „Aus dem Bereich Ronnenberg und Pattensen gibt es offenbar keine Interessenten.“ Vor den Mitbewerbern der CDU, unter anderem dem Springer Torsten Luhm, habe er keine Angst.

Aber nicht nur Bennecke holte sich die Unterstützung der Springer SPD. Auch der Bundestagsabgeordnete Matthias Miersch erhielt ein einstimmiges Votum für eine weitere Kandidatur. Miersch betonte in seiner Rede, wie wichtig die Arbeit im Wahlkreis sei – und wie viel Spaß sie mache. So lägen ihm nicht nur die Schulen am Herzen, sondern er sei auch im ständigen Austausch mit allen Bürgermeistern, „um zu wissen, wo der Schuh drückt“.

Seit eineinhalb Jahren ist Miersch umweltpolitischer Sprecher: „Das Thema ist öffentlich schwierig zu vermitteln“, berichtete er von seiner Arbeit in Berlin. Außerdem ging er auf die Kandidatur von Martin Schulz als Kanzlerkandidat ein. „Viele Menschen sehnen sich nach einer Alternative zur Großen Koalition. Damit trifft Schulz die Sehnsucht Vieler nach einer Alternative.“

Wichtig sei jetzt, die gute Stimmung für die SPD zu halten. „Dafür braucht es eine gute Person an der Spitze, eine Partei, die Lust auf einen Wahlkampf hat und ein glaubwürdiges Programm.“ Dazu müsse die SPD ein eigenständigeres Profil entwickeln und Unterschiede, etwa zur CDU, zuspitzen. „Wir dürfen uns da nicht nur an die Große Koalition binden, sondern müssen auch mit den Linken oder Grünen ins Gespräch kommen.“ Denn die Koalition werde oft als Einheit wahrgenommen.

Wichtiges Thema für Springe: die Südlink-Trassenplanung. Miersch spricht sich für die östliche Variante aus, die nicht durch die Deisterstadt führt. „Versprechen kann ich das aber nicht.“ Neben der Nominierung für Landtag und Bundestag stand auch die Diskussion von inhaltlichen Schwerpunkten für die Ratsarbeit auf dem Programm. Die SPD hat gleich fünf Anträge für den Unterbezirksparteitag vorgestellt. Mit Forderungen nach aktiver Gestaltung von Bildung 4.0, der Beseitigung der Einkommensungleichheit oder der Stärkung von Arbeitnehmerrechten setzte der Ortsverein klare Schwerpunkte. Weitere Themen: der Güterfernverkehr und die Stärkung von Familien.

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