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Aufbruchstimmung bei den Sozialdemokraten / Kandidatenwahl bei Mitgliederversammlung in Gestorf

SPD-Empfang im Schatten der Landtagswahlen

Springe (col). „So ein turbulentes Jahr wie 2011 habe ich selten erlebt“, sagte Ortsvereinsvorsitzender Eberhard Brezski zur Eröffnung des SPD-Neujahrsempfanges. Am Sonnabend kamen die Sozialdemokraten in Völksen zusammen. Gesprächsthema war natürlich auch die Landtagswahl im März 2013. Drei Kandidaten der Springer SPD wollen sich für einen Platz im Niedersächsischen Landtag bewerben. Ende Januar entscheidet der Ortsverein bei einer Mitgliedersammlung, welcher Bewerber ins Rennen geschickt werden soll.

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Brezski möchte sich von der Entscheidung überraschen lassen: „Ich habe noch keinen Favoriten“, sagte der Ortsvereinsvorsitzende. Ihm sei wichtig, die kommenden Monate zu nutzen, um den bei der Kommunalwahl verlorenen Boden wieder gutzumachen. Springe stehe vor schwierigen Zeiten.

Das sehen auch die drei potenziellen Landtagskandidaten so. Dabei setzen sie unterschiedliche Schwerpunkte: Für Michael Buckup, stellvertretender Ortsvereinsvorsitzender, hat die Schulpolitik oberste Priorität, für die „ein schlüssiges Konzept“ erstellt werden müsse, wie er sagt. Er kündigte einen zweiten Anlauf für eine IGS an. Darüber hinaus müsse das Bison-Gelände mit neuen Leben erfüllt werde. Auch dafür seien neue Ideen gefragt und Leute, die mutig genug seien zu sagen, „warum eigentlich nicht?“.

SPD-Fraktionsvorsitzende und Kandidat Katrin Kreipe erwartet ein „spannendes Jahr“. Für sie stehe die Haushaltskonsolidierung im Mittelpunkt: „Wir müssen trotz aller Sparmaßnahmen alles dafür tun, um Springe lebenswert halten zu können.“ Sie sehe eine Mehrzweckhalle als wünschenswert an, sofern die Fragen um die Finanzierung und den Standort zufriedenstellend gelöst werden können.

Rudolf Bennecke, der erst am vergangenen Dienstag seine Kandidatur für den Landtag bekannt gab, sieht bereits über die Grenzen Springes hinaus: „Die Daseinsfürsorge liegt in der politischen Verantwortung“, so der Alvesröder SPD-Chef und meint damit den Erhalt der freiwilligen Feuerwehren, der Rettungsdienste, der örtlichen Verwaltung und der ärztlichen Versorgung. Bennecke: „Ich bin ein Gegner von Privatisierungen, sei es bei der Aha oder dem Regionsklinikum.“

Bereits Ende des Monats will sich die Springer SPD auf einen Kandidaten geeinigt haben – und zwar am 27. Januar auf der nicht öffentlichen Mitgliederversammlung in Gestorf. Bei der Delegiertenversammlung am 16. März wird dann von den vier SPD-Ortsvereinen aus Wennigsen, Hemmingen und Ronneberg entschieden, wer gegen Gabriele Kohlenberg (CDU) um ein Landtagsmandat antreten wird.



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