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SPD-Chef erwägt Kandidatur

Springe. Wer wirft seinen Hut in den Ring? Unmittelbar nach der Rücktrittsankündigung von Bürgermeister Jörg-Roger Hische (parteilos) machen erste Namen die Runde. SPD-Parteichef Eberhard Brezski (SPD) zieht eine Kandidatur ernsthaft in Erwägung, Friedrich Woltmann (CDU) und Elke Thielmann-Dittert (Grüne) schließen sie zumindest nicht aus.

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„Natürlich möchte ich, dass die Stadt, in der ich lebe, vernünftig aufgestellt ist“, sagt Brezski mit Blick auf mögliche Kandidaturpläne. Und fügt selbstbewusst hinzu: „Ich traue mir das hundertprozentig zu. Es steht für mich außer Frage, dass ich eine Verwaltung führen kann.“

Mit Mitte 50 sei für ihn auch der Zeitpunkt richtig, darüber nachzudenken. Während die Absenkung der Amtszeit auf künftig fünf Jahre für jüngere Bewerber ein höheres Risiko darstelle, „wäre es für mich wirtschaftlich vorstellbar“, sagt Brezski, der als Abteilungsleiter bei der NORD/LB arbeitet.

In jedem Fall, so macht er deutlich, werde die Springer SPD bei der Bürgermeisterwahl, die nun bereits für 2016 ansteht (wir berichteten), mit einem Kandidaten beziehungsweise einer Kandidatin aus den eigenen Reihen antreten. Einen Bewerber von außerhalb, wie zuletzt mit der Hemmingerin Silvia Jünke, werde es diesmal definitiv nicht geben.

Brezski, der eigenen Angaben zufolge bereits vor einigen Wochen von Hische über dessen Pläne ins Vertrauen gezogen worden ist, zeigt großes Verständnis für die Entscheidung des Bürgermeisters. „Man sieht ihm an, dass er gesundheitlich angeschlagen ist. Insofern ist die Konsequenz nur folgerichtig. Die Belastung, die dieses Amt mit sich bringt, ist unzweifelhaft groß.“

Für Friedrich Woltmann wäre eine Kandidatur der zweite Anlauf. Bereits 2011 hatte er Hische herausgefordert und landete mit 14 Prozent auf dem dritten Platz. „Wenn man nicht mehr gegen einen Titelverteidiger antreten muss, sieht die Welt schon ein bisschen anders aus“, wertet er die neue Situation.

Er werde für sich prüfen, ob er ein weiteres Mal kandidiert. „Ein Thema, das ich zuerst mit meiner Familie sondieren muss – und dann irgendwann auch mit der Partei“, sagt der CDU-Fraktionsvize.

Auch Elke Thielmann-Dittert hatte sich vor dreieinhalb Jahren dem Amtsinhaber klar geschlagen geben müssen. Die Frage, ob sie erneut ins Rennen gehen will, lässt die Bündnisgrüne offen: „Nicht wahrscheinlich, aber auch nicht gänzlich ausgeschlossen. Das müssen wir innerparteilich noch einmal besprechen.“

Thielmann-Dittert spricht von strategischen Überlegungen. Sie ist inzwischen bei der Stadt Langenhagen zur Fachbereichsleiterin aufgestiegen.

Ihr persönliches Verhältnis zu Hische bezeichnet sie als gut. Gleichwohl könne dessen vorzeitiger Ausstieg zum 31. Oktober 2016 auch eine Chance für die Stadt Springe sein, sich neu auszurichten. „Er hat es jetzt auch lang genug gemacht“, steht für die Bennigserin fest.



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