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SPD Völksen legt Rettungspapier für Verwaltungsbüros vor

VÖLKSEN. Von Völksen ist es nicht weit bis in die Kernstadt. Aber wer in Boitzum, Alferde, Holtensen, Lüdersen oder Gestorf wohnt, ist eine Weile unterwegs. Aus Solidarität mit den Dörfern am Stadtrand fordert der Ortsrat Völksen ein neues Konzept für die vier Verwaltungsaußenstellen.

2018 nur 20 statt 50 Tage geöffnet: Die Außenstelle im Dorfgemeinschaftshaus blieb häufig überraschend zu. FOTO: SCHEFFLER
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Marita Scheffler Redakteurin zur Autorenseite

Die müssten in jedem Fall erhalten bleiben, sich aber anders präsentieren: Sie sollen künftig nur noch nach Bedarf öffnen.

An 20 Tagen war das Ortsbüro in Völksen im vergangenen Jahr besetzt. Eigentlich hätten es fast 50 sein müssen. Teilweise würden die Ausfallzeiten vorher angekündigt, teilweise standen die Besucher plötzlich vor verschlossener Tür. „Wie das gelaufen ist, war unzumutbar“, meint Christdemokrat Frank Unger zur personellen Ausstellung. Er konnte sich in der jüngsten Ortsratssitzung deshalb schnell mit einem dreiseitigen Vorschlag der SPD-Fraktion zum Erhalt der Außenstelle anfreunden.

Die SPD hat ein Konzept zur Neuorganisation der vier kleinen Büros erarbeitet. Die Idee von Bürgermeister Christian Springfeld, alle Angebote im Rathaus zu zentralisieren, werde den Ortsteilen nicht gerecht und sei nicht ausgegoren. Besser sei: Bürger aus den Dörfern, die ein Anlieger haben, rufen unter der kürzlich eingeführten Service-Nummer im Rathaus an (05041/73115), schildern ihr Anliegen und vereinbaren einen Termin in der Außenstelle. Der wird möglichst so gelegt, dass der zuständige Mitarbeiter zwei bis vier Fragesteller hintereinander bedienen kann.

Die Variante sei effektiv, denn der Verwaltungsmitarbeiter könne bei seinem Aufenthalt „die Zeit am Bürger nutzen statt auf ihn zu warten“, formulierte Sozialdemokrat Phillipp Langrehr. Christdemokrat Unger kann sich zwar vorstellen, dass etliche Bürger lieber gleich nach Springe fahren als auf einen Termin zu warten, „aber für eine Testphase versuchen sollten wir‘s“. Ortsbürgermeister Andreas Wietstock (SPD) ist wichtig, dass das Konzept nicht nur auf Völksen gemünzt ist, sondern auch auf die anderen Ortsteile übertragen wird.

Aber: Damit der Besuch des Völksener Außenbüros attraktiver wird, müsse diese technisch aufgewertet werden. Der Fingerabdruck für den Personalausweis zum Beispiel könne in Eldagsen abgegeben werden, in Völksen aber nicht.



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