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Regionspräsident äußert sich zur Zukunft des Springer Krankenhauses

SPD geht erneut mit Jagau ins Rennen

Springe/Hannover. Die Nominierung fiel einstimmig aus: Hauke Jagau soll erneut von der SPD ins Rennen um die Regionspräsidentschaft geschickt werden. Sein anvisierter Weg zwischen Konsolidierung und Investitionen kann auch Einrichtungen in Springe treffen – etwa das Klinikum.

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Autor:

Markus Richter

Die Benennung Jagaus zur Wahl im Mai 2014 begrüßt der heimische Bundestagsabgeordnete und Unterbezirksvorsitzende Dr. Matthias Miersch außerordentlich: Jagau sei in der Region politisch fest verankert und genieße nicht nur in eigenen Reihen einen Riesenrückhalt. „Hauke Jagau hat die Kommunalpolitik von der Pike auf gelernt“, sagte Miersch gestern im SPD-Parteibüro in Hannover. Jagau, seit 2006 amtierender Chef der Region, will sich auch in Zukunft der komplexen Struktur der Verwaltung stellen, für die insgesamt 16 000 Mitarbeiter im eigenen und anhängigen Betrieben beschäftigt sind. So ist die Region etwa oberster Dienstherr des Nahverkehrs, der Kreissiedlungsgesellschaft, von Abfallwirtschaft, Träger von Förderschulen und der KRH-Krankenhäuser.

Langfristig werde an dem Ziel gearbeitet, den hohen Zuschussbedarf der Kliniken herunterzufahren – im Wahlkampf werden vermutlich sowohl Jagau als auch CDU-Kandidat Axel Brockmann die Zukunft der Gesundheitseinrichtungen als ein Schwerpunktthema setzen. Sozialdemokrat Jagau prophezeit eine Umstrukturierung, die mit viel Arbeit verbunden sein wird. Eine Bestandsgarantie für die Einrichtung in Springe könne zu diesem Zeitpunkt niemand geben, sagt er. Doch eine Schließung wäre das allerletzte Mittel. „Ich kann garantieren, dass das Klinikum in öffentlicher Trägerschaft bleibt.“ Betriebsbedingte Kündigungen seien unwahrscheinlich. Möglich jedoch, dass die Strukturen sich verändern, dass mittelfristig Abteilungen ausgegliedert werden. „Entscheidend ist die Frage, was man vor Ort braucht.“

Sein Amt versteht der Regionspräsident nicht als „One-Man-Show“. Die Region solle in den kommenden Jahren etwa Berufsschulen umstrukturieren, stärker mit den Gemeinden zusammenarbeiten, nachhaltig im Sinne des Klimaschutzes arbeiten und attraktiver Arbeitgeber bleiben.

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