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Sparkassen-Hochhaus: Drei Varianten für die Zukunft

SPRINGE. Im Oktober zieht die Sparkasse ins neue Kundencenter am Oberntor. Gelingt es nicht, bis dahin neue Mieter zu finden, steht das Hochhaus in der Bahnhofstraße spätestens Ende des Jahres leer. Der Mietvertrag der Sparkasse läuft bis zum 31. Dezember.

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Saskia Helmbrecht Redakteurin zur Autorenseite

Beim Eigentümer, dem hannoverschen Immobilienunternehmer Gregor Baum, laufen Gespräche über die Zukunft des Gebäudes. Drei Varianten sind in der Diskussion. Problemlos dürfte keine werden.

Details will Sprecher Joachim Röstel nicht bekannt geben. „Wir haben uns intern eine Deadline gesetzt, um eine Entscheidung zu treffen“, sagt er. Klar ist, dass die Vermietung sich als schwierig gestaltet. „Das ist ein sehr kompliziertes Hochhaus“, räumt Röstel ein. Tatsächlich hatten die Sparkassen-Mitarbeiter im vergangenen Jahr immer wieder mit Schäden zu kämpfen. Vertriebsdirektor Karten Brummermann berichtete im Dezember: „Wir merken, dass das Gebäude in die Jahre gekommen ist.“ In der Vergangenheit fiel die Heizung in den Sparkassenräumen aus, die Lüftung macht offenbar auch Probleme. Das lässt darauf schließen, dass das Hochhaus energetisch saniert werden müsste.

Eine Alternative wäre der Abriss der Immobilie. Das Gelände mitten im Zentrum an der Bahnhofstraße ist ein Filetstück. Beide Varianten wären aber mit erheblichen Investitionen verbunden: Röstel sprach 2015 von Kosten im höheren sechsstelligen Bereich. Eine dritte Variante könnte ein Weiterverkauf des Grundstückes samt Hochhaus sein, Investoren müssten dann das Gebäude auf eigene Rechnung renovieren oder zurückbauen. Welchen Plan die Unternehmer bevorzugen, ist offen. Die Mietersuche war allerdings seit dem Kauf des Gebäudes im Jahr 2014 erfolglos.

Bereits 2009 war ein Abriss im Gespräch – weil rund ein Drittel der Flächen nicht vermietet war. Der alte Eigentümer, die Sparkasse Hannover, betonte damals, das Haus sei unrentabel gewesen.

Gestern wie heute hat die Stadt kein Interesse am Gebäude – auch nicht vor dem Hintergrund der Raumknappheit der Verwaltung. „Unser Bestreben ist es, die Mitarbeiter an einem Standort unterzubringen und nicht zu verteilen“, sagt Bürgermeister Christian Springfeld. Er geht davon aus, dass der Platz im Hochhaus dafür nicht reicht.

„Die Idee, dort ein Ärztehaus, eine Art Gesundheitszentrum, fände ich aber gut und spannend“, gibt Springfeld zu Bedenken. Schließlich sei das Hochhaus nah an Bahnhof und Innenstadt gelegen. „Wenn sich der Unternehmer für den Erhalt der Tiefgarage aussprechen würde, gäbe es auch kein Parkplatzproblem.“

Im Jahr 1973 zogen die Mitarbeiter der Kreissparkasse Springe nach zweijähriger ins Hochhaus. „Der Neubau der Kreissparkasse – richtungsweisend für Springes Altstadtsanierung (...)“, schrieb die Neue Deister-Zeitung am 30. Juni 1973.

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