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Sozialverband Gestorf verhandelt mit der Volksbank

GESTORF. Die Schließung der Volksbank-Filiale beschäftigt weiterhin die Gestorfer. Der Sozialverband will nicht aufgeben und hat eine Unterschriftenliste im dort ansässigen Frischemarkt ausgelegt.

Nach der Schließung der Volksbankfiliale in Gestorf vermissen die Bewohner vor Ort vor allem die Möglichkeit, Geld abheben zu können. Eine Lösung könnte das sogenannte Cashback-Verfahren sein. Foto: Mischer
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Sandra Hermes Redakteurin zur Autorenseite

Das Problem hinter der Schließung: In dem Ort können keine Bankgeschäfte mehr erledigt werden und auch eine Versorgung mit Bargeld ist nicht mehr möglich (wir berichteten). Wer auf einen Rollator angewiesen oder aus anderen Gründen nicht mobil ist, muss Hilfe in Anspruch nehmen. „Das akzeptieren wir nicht; für ältere Menschen ist das eine Katastrophe“, sagt Ernst Rasche vom Sozialverband Gestorf.

Der Ortsverband hat insgesamt 235 Unterschriften gesammelt – für die Forderung nach einer sozial angemessenen Möglichkeit, Bankgeschäfte vor Ort erledigen zu können. Aber nicht genug. Ernst Rasche hat sich auch direkt an die Volksbank gewandt, um die Situation und die damit verbundenen Folgen konkret zu schildern. In dem Antwortschreiben des Kreditinstituts, das der NDZ vorliegt, heißt es: „Aus Sicht unserer Bank spiegelt sich genossenschaftliches Denken nicht nur darin wider, vor Ort Bargeld anzubieten. Vielmehr geht es darum, weiter für die finanziellen Ziele unserer Mitglieder und Kunden da zu sein.“ Dabei wollen die Gestorfer nur eins: Geld direkt vor Ort abheben können. „Uns ist nicht mal ein Selbstbedienungsautomat geblieben“, beklagt Rasche. „Die betroffenen Kunden müssen extra nach Bennigsen fahren, um an Bargeld zu kommen.“

Die Volksbank schlägt stattdessen vor: „Wir stellen gerne einen Referenten für eine Schulung zum Online-Banking in Gestorf zur Verfügung.“ Aber: Per Online-Banking lassen sich keine Geldbeträge abheben. „Wir werden das weitere Vorgehen besprechen und uns dann wieder mit der Bank in Verbindung setzen“, erklärt Rasche.

Eine andere Möglichkeit: eine Kooperation zwischen Volksbank und dem Frischemarkt vor Ort. „Man könnte ein sogenanntes Cash-Back-Verfahren einführen“, regt das Kreditinstitut als Option an. Das Verfahren ermögliche die Auszahlung im Rahmen des Bezahlvorgangs in einem Supermarkt. Heißt konkret: Wer einen bestimmten Betrag – meist ab 20 Euro – mit Karte bei einem Lebensmittelhändler zahlt, kann gleichzeitig auch Geld abheben.



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