weather-image
16°

Sondierungen: Das sagen Springes Bundestags-Abgeordnete

SPRINGE. Am Sonntag hofft das politische Berlin auf ein bisschen mehr Klarheit: Den geplanten Beginn der Sondierungsgespräche zur Bildung einer Großen Koalition bewerten die heimischen Bundestagsabgeordneten Maria Flachsbarth (CDU) und Matthias Miersch (SPD) unterschiedlich.

270_0900_76137_270_0008_8045471_Flachsbarth_Maria_CDU_Ne.jpg
Mischer

Autor

Ralf T. Mischer Redakteur zur Autorenseite

Flachsbarth, die selbst nicht an den Gesprächen teilnehmen wird, setzt auf eine Einigung und sich anschließende Koalitionsverhandlungen: „Wenn man ernsthaft will, sind alle Probleme überwindbar.“ Sie sieht in einer CDU-SPD-Regierung nach dem Jamaika-Aus „die einzige Möglichkeit zur Bildung einer stabilen Regierung“. Zugleich lässt Flachsbarth keinen Zweifel daran, dass Angela Merkel Bundeskanzlerin bleiben wird: „Sie ist und bleibt unsere Bundeskanzlerin. Das sagen im Übrigen auch alle Umfragen.“

Miersch, der für die SPD als Fachmann für die Themen Energie, Umwelt und Klimaschutz an den Sondierungen teilnimmt, fürchtet, dass sich „ einige in der Union insgeheim ein Scheitern der Gespräche“ erhoffen. „Nicht, weil sie etwas gegen eine Koalition mit uns hätten, sondern einzig aus dem Grund, weil sie Angela Merkel scheitern lassen wollen.“ Die Chance, dass die Gespräche scheitern, schätzt er 50 zu 50 ein. In zentralen Fragen erkennt der Sozialdemokrat „völlig unterschiedliche Vorstellungen“. Als Beispiel nennt er etwa die unterschiedlichen Konzepte zur Krankenversicherung.

Mit Blick auf die Zukunft Merkels betont Miersch, dass sie sich „von ihren Unionskollegen nicht weiter auf der Nase herumtanzen lassen“ dürfe. Falls die Gespräche scheitern, „weil sie ihren Laden nicht im Griff hatte, wird sie es schwer haben“, prophezeit der Sozialdemokrat.

Anzeige
Anzeige
Weiterführende Artikel
    Kommentare