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So soll der Friedhof attraktiver werden

SPRINGE. Der Waldfriedhof an der Sophienhöhe ist eine Erfolgsgeschichte: In diesen Tagen soll die Erweiterungsfläche entstehen – zu 1300 Bäumen sollen weitere 500 Bäume hinzukommen. Während dort die Zahlen stimmen, gehen auf dem Alten Friedhof an der Völksener Straße die Belegungen zurück. Die Politik will das ändern.

Der Friedhof in Springe soll attraktiver gestaltet werden. Die Politik hat sich jetzt mit dem Thema befasst. FOTO: MISCHER
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Christian Zett Redaktionsleiter zur Autorenseite

Entstanden waren die Vorschläge zur Attraktivitätssteigerung nach der Begehung durch die städtische Friedhofskommission. Ein Überblick:

Einführung von Baumbeisetzungen: Was auf dem Waldfriedhof so gut ankommt, wollen die Verantwortlichen nun auch im Zentrum umsetzen: Die Möglichkeit, eine Urne am Fuße eines Baumes beisetzen zu lassen – anonym. An der Sophienhöhe ist es auch möglich, einzelne Bäume für eine ganze Familie zu reservieren.

Aufhebung der Ortsbindung: Bislang gilt: Nur wer in der Kernstadt wohnt, darf auf dem Friedhof an der Völksener Straße Grabstätten erwerben. Diese Regelung will die Kommission ersatzlos streichen – etwa, um Bürgern von außerhalb, die eine Verbindung zu Springe haben, hier Angebote machen zu können.

Neue Regeln für die Grabgestaltung: Erdgräber sollen künftig zur Hälfte bedeckt sein dürfen (etwa mit einem Grabstein). Bisher galt die Grenze von einem Drittel. Auch die Beschränkung auf Naturstein bei der Grabeinfassung soll entfallen – genau so wie das Verbot von Kies als Abdeckung: Er soll künftig mit gedeckten Farben erlaubt sein.

Rasen statt Grab: Wer eine Fläche reserviert hat, aber noch nicht oder nur in Teilen nutzt, kann sie stattdessen auch als Rasen anlegen – ohne dass das Nutzungsrecht verfällt. Dafür müsste die Gebührenordnung des Friedhofs geändert werden – denn die Stadt müsste die Fläche pflegen.

Dass durch die Baumbestattung im Zentrum wiederum der Waldfriedhof leiden könnte, erwartet der zuständige Stadtförster Bernd Gallas nicht: „Letztendlich fließt ja sowieso alles in die Kasse der Stadt.“ Die bevorstehende Erweiterung stelle das Angebot erst einmal zukunftssicher auf: „In den nächsten Jahren werden wir hier erst einmal genug Flächen anbieten können.“

Man müsse sich ohnehin eher auf externe Konkurrenz konzentrieren: „Wir wissen, dass auch Bewohner aus Springe andere Waldfriedhöfe in der Umgebung nutzen.“ Der Springer Waldfriedhof sei aber attraktiv: „Er ist zwar am Rand der Kernstadt – aber doch gut zu erreichen. Ein guter Kompromiss.“

Der Verwaltungsausschuss muss die Änderungen am Donnerstag absegnen.



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