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So riesig sollen die Windräder bei Lüdersen werden

So oder ähnlich könnte es im Sommer bei Westendorf aussehen, wenn die vorbereitenden Arbeiten für die Windräder weiterlaufen und zwei Anlagen in Bau gehen. Symbolfoto: Archiv NDZ

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Anne Brinkmann-Thies

13 Windmühlen des Typs GE 3.4 mit einer Höhe von jeweils 232,5 Metern und einer Nennleistung von 3,4 Megawatt möchte UKA Nord vor den Türen des Bergdorfs aufstellen. Auf einer Informationsmesse im Gasthaus Schwägermann haben die Projektentwickler ihre Pläne vorgestellt. „Wir wollen Transparenz schaffen und nicht im stillen Kämmerlein arbeiten“, erklärte Prokurist Kay Jachmann.

Enttäuscht von der Veranstaltung zeigte sich allerdings Carl-Hans Hauptmeyer von der Bürgerinitiative „Gegenwind Lüdersen“. In einem Gespräch mit den Betreibern habe es für die Initiative keinerlei Zugeständnisse gegeben. Weder sei der Abstand zu der Ortsgrenze von Lüdersen – hier sind 800 Meter vorgeschrieben – verhandelbar, noch wolle sich UKA auf eine Anlage mit geringerer Höhe einlassen. „Die geplanten Anlagen erreichen die Höhe des Deisterkamms“, rechnete Hauptmeyer vor. Auch Springes Fachbereichsleiter Reinhard Schade zeigte sich von den nun vorgestellten Maßen der UKA überrascht. Bislang sei von 200 Meter hohen Anlagen die Rede gewesen, so Schade.

„Wir wünschen uns Bürgerbeteiligung“, hatte Jachmann erklärt. Die Wünsche vieler Lüderser scheinen dabei aber ungehört zu verhallen. Grünen-Ratsfrau Elke Thielmann-Dittert erklärte: „Wir hatten die Hoffnung, dass die UKA auf die Bürger zugeht“. Die Anregung, den Abstand der Anlagen zur Wohnbebauung in Lüdersen zu vergrößern, sei aber dort keine Option. Mögliche Zugeständnisse könnte es nach Auskunft von Lüdersens Ortsbürgermeisterin Ursel Postrach (SPD) bei der sogenannten Befeuerung der Anlagen geben. Die UKA habe angekündigt, eventuell auf blinkende Dauerwarnlichter zu verzichten.

„Die UKA wünschen sich eine enge Partnerschaft mit den Kommunen während der Prokektplanungs-, Bau- und Betriebsphase“, erklärte Pressesprecher Tim Hellstern. Dabei sollen mit den Beteiligten individuelle Wertschöpfungs-, Unterstützungs- und Kooperationsideen umgesetzt werden. Ortsbürgermeisterin Postrach berichtete, dass die UKA Nord vor einigen Wochen angeboten hatte, die Neugestaltung des Spielplatzes Ortheide zu finanzieren. „Wir verkaufen uns aber nicht“, so Postrach.

Heute übergeben Mitglieder der BI „Gegenwind Lüdersen“ im Ausschuss der Regionalplanung eine Unterschriftenliste gegen das Vorranggebiet der Region.

„Wir Lüderser hätten uns von unseren Regionsabgeordneten frühere Informationen gewünscht“ so Postrach. Dann hätten die Gegner sehr viel eher einsteigen können. Nun sieht sie die Chancen schwinden, dass die Regionsversammlung das Gebiet mit dem Namen „Hemmingen– Pattensen“ in seiner Sitzung am 27. September nicht als neues Vorranggebiet ausweist. Anschließend müsste die Stadt Springe ihren Flächennutzungsplan ändern. Danach beginnt ein sogenanntes Emmissionsschutzrechtliches Verfahren.



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