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So reagieren die NDZ-Leser auf die nächsten Geschäftsschließungen in Springe

Schuhhaus Rose weg, Fotostudio Nitsche weg: Die bevorstehenden Geschäftsschließungen in Springe beschäftigen auch die NDZ-Leser. Sie schwanken zwischen Selbstkritik und Erinnerungen an bessere Zeiten.

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Saskia Helmbrecht Redakteurin / Digitalkoordinatorin zur Autorenseite
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Sie sei vor gut 31 Jahren nach Springe gezogen sei und stelle fest , dass sich seitdem vieles in der Stadt zum Negativen verändert habe. Auch andere sorgen sich im sozialen Netzwerk um die Zukunft der Innenstadt. Einige Nutzer üben auch Selbstkritik. „Wir meckern alle, dass die Innenstädte aussterben. Aber schuld sind wir doch auch mit daran“, schreibt zum Beispiel Petra Krause und meint damit die zunehmenden Käufe im Internet.

„Wer ein Geschäft eröffnet, muss verrückt sein“

Und bekommt dafür Rückendeckung von Mike Sponer oder auch von Michael Jordan, der meint, dass die Kunden mit ihrem Kaufverhalten selbst an den Schließungen schuld seien. „Wer heute noch ein Geschäft eröffnet, muss verrückt sein.“ Für den Nutzer mit dem Pseudonym „Jonas Quinn“ trägt auch die Erweiterung an der Osttangente eine Mitschuld. Seiner Meinung nach hätten sich dort nur Lebensmittelmärkte und der Baumarkt ansiedeln dürfen. Alle anderen Angebote hätten in der Innenstadt abgedeckt werden sollen. Eine ähnliche Entwicklung, wie in Bad Münder, meint Thomas Kohal: Mit dem Rohmel-Center sei es auch dort in der Innenstadt ruhiger geworden. Volker Bähre möchte eine Lanze für den lokalen Handel brechen; er selbst gehe vor Ort essen oder erledige seine Einkäufe.

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„Verkommen zu einer Geisterkulisse“

Für viele sei aber auch klar: Die Schließungen und Geschäftsaufgaben seien nicht nur ein Phänomen in Springe, sondern beträfen zahlreiche Innenstädte, etwa Bodenwerder, schreibt Ingo Broszeit. Auch Bad Münder und Hameln werden in dem Zuge genannt. „Was mal eine pulsierende Kleinstadt war, ist zu einer Geisterkulisse verkommen“, bedauert Günther Viktorin.

„Jetzt bekommt man nix mehr in der City“

Das findet auch Diana Wittkopp: „Springe war echt mal schön.“ Als Kind habe sie am Marienbrunnen immer Ballons mit Wasser gefüllt. „Jetzt bekommt man nix mehr in der City.“ Doris Athanasiou bedauert, dass es vor Jahren nicht gelungen sei, einen großen Nahversorger in die Innenstadt zu holen. Das hätte das Zentrum belebt, findet sie.

Möglicherweise könnten in den Leerstände noch ein Imbiss oder ein Friseur eröffnen, kommentieren einige Nutzer ironisch. Vereinzelt gibt es Seitenhiebe in Richtung der Politik: „Dann könnt ihr bald eure Verkehrsberuhigung machen, es fährt dann eh keiner mehr in die Innenstadt“, kommentiert etwa Melanie Specht.




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