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So lief die OHG-Demo in Springe fürs Klima

Auch am Otto-Hahn-Gymnasium beteiligten sich Schülerinnen und Schüler am Freitag an den weltweiten Klima-Protesten.

Engagieren sich fürs Klima: Desidera Hecke (von links), Naomi Donoghue, Ellen Steiner, Janina Fricke, Maja Maus und Lilli Kasperczyk. Foto: Pape

Autor:

Julie Pape

SPRINGE. Auf den ersten Blick schien am Freitag im Otto-Hahn-Gymnasium alles normal zu sein: Schüler liefen durch die Flure und unterhielten sich. Noch war kaum etwas von der geplanten Aktion zu spüren. Doch in der Aula sammelten sich bereits die ersten Jugendlichen – ausgestattet mit großen Plakaten, Luftballons und in abgestimmter Kleidung in grün oder blau.

Im Sinne der weltweiten Jugend-Klimademonstrationen „Fridays for Future“ hatten die Schüler der 10 d dazu aufgerufen, gemeinsam zu streiken. Um 7.45 Uhr trafen sich die hauptsächlich jüngeren Schüler in der Aula, anstatt wie gewohnt in den Unterricht zu gehen. „Zur ersten Stunde wurden 205 Entschuldigungen abgegeben“, sagte Schülerin Janina Fricke stolz. Für die nächsten Stunden seien es noch mehr gewesen. „Viele Schüler haben erst später Unterricht und stoßen dann dazu.“ Bis zur ersten Pause um 9.15 Uhr wurde in der Aula eine Diashow mit Bildern und Informationen über den Klimawandel und Klimaschutz sowie zur „Fridays for Future“-Bewegung gezeigt.

Ängste vor dem Klimawandel sowie Vorschläge für den Klimaschutz wurden in Form von kleinen Kärtchen in der Aula gesammelt. Auf diese Weise konnten alle Schüler ihren Beitrag leisten. Bei blauem Himmel und strahlendem Sonnenschein demonstrierten die Jugendlichen dann mit ihren selbstgestalteten Plakaten auf dem Schulgelände. Rufe wie: „Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr uns die Zukunft klaut“ füllten das Gebäude. Im Innenhof der Schule ließen die Demonstranten ihrer Kreativität freien Lauf: Mit Kreidebildern und passenden Sprüchen zum Thema Klimaschutz wie „There is no Planet B“ setzten sie ein weiteres Zeichen.

Die nächste Aktion ist auch bereits geplant: Am Freitag, 1. März, wollen viele OHG-Schüler erneut streiken, ebenfalls auf dem Schulgelände. „Vielleicht wollen wir dann auch zum Rathaus gehen“, sagt Maja Maus, die die Klasse 10 d besucht. Noch stehe das jedoch nicht fest und müsse auch erst mit der Polizei abgesprochen werden.

Zur großen Demo nach Hannover zu fahren komme zunächst nur für die älteren Schüler in Frage. Denn für die Jüngeren sei es schwerer, eine Erlaubnis zu bekommen. Doch besonders die jüngeren Schüler seien sehr begeistert von der Veranstaltung. „Für die nächste Aktion habe ich eine Liste für freiwillige Helfer aufgehängt“, berichtet Maja Maus. Vor allem Fünftklässler hätten sich in die Liste eingetragen.



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