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So groß ist die Kita-Not

SPRINGE. Wo fehlen wie viele Kita-Plätze? Die Verwaltung will dem Rat am Donnerstag detaillierte Zahlen für die einzelnen Orte vorlegen. Nach der zweiten Platzvergabe-Runde steht jetzt auch fest: 215 Mal haben Eltern nicht ihren Wunschplatz bekommen.

FOTO: RATHMANN
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Saskia Helmbrecht Redakteurin zur Autorenseite

Im gesamten Stadtgebiet sind momentan 32 Prozent der Kinder unter drei Jahren in Betreuung – zieht man allerdings die Tagespflege-Plätze ab, sind es nur 19 Prozent. „Meine Wunschvorstellung für den U 3-Bereich ist eine Quote von 50 Prozent“, sagt Fachbereichsleiterin Hanna Kahle. Für Kinder über drei Jahre liegt die Betreuungsquote zum neuen Kita-Jahr im Schnitt mit nur 76 Prozent sehr niedrig – hier strebt die Stadt 100 Prozent an.

Ein Blick auf die Details zeigt Bekanntes: In Völksen etwa ist der Bedarf an Krippenplätzen enorm hoch. Abhilfe schaffen könnte schon eine einzige neue Krippengruppe. Um die Wunsch-Quote von 50 Prozent zu erreichen, müssten allerdings zwei Krippengruppen eingerichtet werden. Gleich zwei neue Kindergarten-Gruppen werden benötigt, um den Rechtsanspruch für die Kinder über drei Jahren zu erfüllen. Auch wenn bereits Gespräche mit Trägern und Grundstückseigentümern geführt werden und neue Optionen hinzugekommen sind, sei keines der Projekte schon so konkret, um über Kosten oder Plätze sprechen zu können. Auch in Bennigsen, Lüdersen und Gestorf ist die Nachfrage höher als das Angebot – gleich vier neue Krippengruppen müssten dort eingerichtet werden. In Gestorf will das DRK nachbessern und die Einrichtung erweitern. Für die Kinder, die älter als drei Jahre alt sind, fehlen etwa 39 Plätze. Mit dem Umzug der Bennigser Kita „Am Gut“ könnten aber weitere Plätze angeboten werden. In Lüdersen könnte demnach zudem ein Waldkindergarten gegründet werden.

Geplant ist auch im Bereich Springe und Altenhagen I der Neubau einer Kita mit mindestens vier Gruppen. Demnach git es auch Gespräche mit der Region über eine Nachnutzung des ehemaligen Krankenhauses. Überdurchschnittlich wenig Anmeldungen im Krippenbereich verzeichnet die Stadt in Springe selbst: Nicht einmal ein Viertel der maßgeblichen Einwohnergruppe ist für die institutionelle Betreuung angemeldet.“

Auch im Raum Eldagsen, Holtensen, Alferde, Boitzum und Mittelrode soll etwas passieren: „Wir arbeiten auch während des Sommers weiter mit allen Bereichen der Verwaltung.“ Eine Klage liege der Stadt noch nicht vor. Für die weitere Planung wartet die Verwaltung außerdem auf die Verabschiedung des Landes- Gesetzes zur Beitragsfreiheit der Kitas.



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