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Skelette auf dem Eldagser Kirchplatz

Eldagsen. Bei den Sanierungsarbeiten rund um die St.-Alexandri-Kirche in Eldagsen sind Arbeiter auf zahlreiche Gräber mit mehreren Jahrhunderte alten Skeletten gestoßen. Archäologen legen die Funde jetzt frei. Die Stadt hält sich mit Details zunächst bedeckt.

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Christian Zett Redaktionsleiter zur Autorenseite

Fest steht: Es sind mehrere fast vollständig erhaltene Skelette, die Archäologen momentan rund um die Kirche fachmännisch freilegen, untersuchen und katalogisieren. Und das in Sichtweite zahlreicher neugieriger Passanten, die durch den Bauzaun an der Langen Straße erste Blicke auf die Knochen und Schädel erhaschen.

Von wann genau die Funde stammen, auch das halten die Beteiligten noch geheim. Im Umfeld der Gemeinde vermutet man jedoch, es könne sich um Gräber aus der Zeit um das Jahr 1300 handeln, als parallel zur Eldagser Stadtgründung der Marktplatz südlich der damals als Kreuzbasilika gebauten Kirche entstand.

Nach NDZ-Informationen handelt es sich bei den ersten Funden jedoch ausschließlich um historische Gebeine. Grabbeigaben wie Münzen oder Schmuck sollen bei den Christen zur Zeit der vermuteten Bestattung nicht üblich gewesen sein. Nach Angaben der Stadt sollen noch in dieser Woche zusammen mit den beteiligten Forschern, der Baufirma und Vertretern der Landesdenkmalbehörde Details bekannt gegeben werden. Bis dahin wolle man die weiteren Untersuchungen abwarten, erklärte Stadtplanerin Susan Demelius gestern. Auch der zuständige Archäologe Tobias Poremba aus Isernhagen verwies auf die Stadt.

Dass es rund um die historische Kirche, die urkundlich erstmals 775 erwähnt wird, entsprechende Funde geben könnte, war schon vor Beginn der Arbeiten vermutet worden. Auch deshalb hatten sich die Verantwortlichen für eine archäologische Begleitung des Stadtsanierungsprojekts entschieden. Vor Beginn der Grabungen hatten die Experten das Gelände mit speziellem Gerät untersucht. Nachdem die Baufirma dann ihre Arbeiten vorsichtig begonnen hatte, stieß man schnell auf die Skelette. Zusätzlich stießen die Forscher noch auf leere Gräber und andere historische Mauern.



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