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Carsharing“ heißt das Zauberwort: Wer eine Leihgebühr zahlt, kann stunden- oder wochenlang fahren

Sind Springer bereit, ihr Auto abzuschaffen?

Springe (jemi). Immer wenn die Rechnungen für Kfz-Steuer- und Versicherung in der Post sind, denken einige Springer Autoinhaber darüber nach, ob sie wirklich ein Fahrzeug benötigen. Doch ganz ohne fühlt man sich eben doch zu unmobil. Die Stadt Springe überlegt nun, gemeinsam mit den Stadtwerken ein sogenanntes „Carsharing“-Projekt in der Deisterstadt zu verwirklichen.


„Während der Klimaschutztage Anfang Juni wollen wir das Modell genauer vorstellen“, sagt der Erste Stadtrat Hermann Aden. Es sei sowohl ökologisch als auch ökonomisch sinnvoll, glaubt er.

Und so funktioniert es: Das Unternehmen „Stadtmobil“ stellt für Springe einen Pkw zur Verfügung. Dieser kann von jedem Interessierten genutzt werden – Privatleute, aber auch Firmen, nehmen bereits in anderen Städten das Angebot in Anspruch. Die Mietzeiträume sind individuell wählbar. Von einigen Stunden bis mehreren Wochen ist alles möglich, sagt Aden. Voraussetzung ist nur, einen Nutzungsvertrag abzuschließen. Zu zahlen sind dann eine Einmalgebühr von 79 Euro, eine jährliche Grundgebühr von 60 Euro und eine Kaution von 500 Euro. Dann händigt „Stadtmobil“ eine Chipkarte aus, mit der das Auto bewegt werden kann. Aden erklärt, dass sich so ein „Carsharing“-Modell für alle lohnt, die weniger als 10 000 Kilometer im Jahr fahren. Auch Familien, die mehrere Autos in Betrieb haben, könnten so eventuell mit weniger Fahrzeugen auskommen. Aber auch für kleine Büros sei das Modell interessant, sagt Aden.

Die Themen Mobilität und Klimaschutz seien für Springe wichtig. Aus diesem Grund will der Erste Stadtrat den Springern das Modell schmackhaft machen – kein leichtes Unterfangen. Denn die Grünen hatten vor einigen Jahren schon den Versuch unternommen, ein Stadtmobil-Projekt ins Leben zu rufen, berichtet Elke Thielmann-Dittert. Auch das Unternehmen Stadtmobil gebe zu, dass das Modell besser in größeren Städten wie Hannover funktioniere. Dort sind 130 Autos im Einsatz. Aden will bis zu den Sommerferien mindestens 25 Springer zusammen bekommen, die ernsthaft Interesse am Projekt haben.

Interessierte melden sich per E-Mail an die Adresse hermann.aden@springe.de



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