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Projekt „Kleine Hilfen“ unterstützt Senioren im Alltag / Sechs Ehrenamtliche sind engagiert

Sie sind da, wenn sie gebraucht werden

Springe (ric). Sie wollen für Mitbürger da sein, die sonst niemand unterstützt: Sechs Ehrenamtliche starten unter Koordination der Stadt zum 1. September das Projekt „Kleine Hilfen“.

Drei der Ehrenamtlichen für das Projekt „Kleine Hilfen“: (von vorne Anita Marock, Petra Niemeyer und Karl-Heinz Frie

Sei es das Ausfüllen von Formularen, die Begleitung zum Arzt oder das Auswechseln einer defekten Glühbirne – die Freiwilligen kommen dafür zu Senioren und Menschen mit Behinderungen ins Haus, die diese Aufgaben des Alltags nicht alleine bewältigen können. Entstanden ist die Idee zu „Kleine Hilfen“ vor drei Jahren bei der Befragung zur Lebens- und Wohnqualität für Über-55-Jährige in der Deisterstadt: Damals hatte die Verwaltung Arbeitskreise gebildet und Lösungsansätze formuliert.

„Dabei wurde auch der Wunsch nach kleineren Unterstützungen geäußert, für die nicht gleich professionelle – und teure – Hilfe in Anspruch genommen werden muss“, erinnert sich Karl-Hermann Heinze, Leiter des Fachdienstes Soziales. Dessen Kollegin Hanne Finke übernahm dann die wichtige Aufgabe, Freiwillige zu gewinnen. Eine Handvoll meldete sich nach einem Zeitungsaufruf in der NDZ. „Wir haben viel zusammengesessen, überlegt und geplant“, sagt Finke. Die Koordinatorin des Projekts weiß, dass es in Springe viele Menschen gibt, die gerade im Alter bei knapper Pension kaum Geld übrig haben.

Anita Marock ist selbst schon Rentnerin und will ihre freie Zeit für das neue Ehrenamt nutzen: „Ich sehe mich als universelle Helferin“, sagt die Völksenerin. Karl-Heinz Friedrich, im Hauptamt Kontaktbeamter der Polizei, engagiert sich nun auch freiwillig: „Ich arbeite gerne mit Älteren – außerdem weiß ich als gelernter Handwerker, wie man einen Hammer anfasst.“ Einen Teil ihrer Freizeit will auch Petra Niemeyer für das Projekt zur Verfügung stellen: Die Altenpflegehelferin sagt, sie komme mit betagten Menschen gut zurecht. Das Team komplettieren bislang Kriemhild Keller, Ernst Flottau und Torsten Giesecke. Drei Frauen, drei Männer, alle unterschiedlichen Alters und aus drei Stadtteilen – Hanne Finke freut sich, eine „gute Mischung“ gefunden zu haben.

Und so funktioniert‘s: Montags von 10 bis 12 und donnerstags von 16 bis 18 Uhr ist das Kontakttelefon unter 05041/73-206 erreichbar. Einer der Ehrenamtlichen nimmt dann die Anrufe entgegen und klärt Fragen. Dann fährt ein Helfer raus. Wichtig: Er ersetzt keinen professionellen Handwerker. Er übernimmt keine Garantie. Und er ist nicht für wiederkehrende Arbeiten wie Rasen mähen oder Winterdienst zu haben. Alle Helfer haben einen amtlichen Ausweis bekommen. Sie lassen sich pro Einsatz eine Aufwandsentschädigung von pauschal 5 Euro vom Auftraggeber zahlen – für Fahrtgeld, Telefonkosten und Ausrüstung. Der Zeitaufwand soll maximal zwei Stunden betragen. Gedacht sind „Kleine Hilfen“ beispielsweise in diesen Bereichen: Kurzfristige Begleitung zum Arzt oder aus dem Krankenhaus, kleine handwerkliche Tätigkeiten, bei der Ausrichtung einer privaten Feier helfen, Papierkram erledigen, einen Spaziergang unternehmen oder einkaufen gehen. Flugblätter sind überall bei der Stadt erhältlich.

Das Team der Ehrenamtlichen kann Verstärkung gebrauchen. Infos: Hanne Finke, 05041/73-216.



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