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„Vielfalt schaffen – Vielfalt ernten“ / Aktion der Niedersächsischen Forstämter bringt Springe sechs neue Bäume ein

Schweißtreibendes Kastanienpflanzen an der Kaiserallee

Springe (vob). Sechs neue Rosskastanien schmücken seit Sonnabend die Kaiserallee in Springe. Sie sind das Ergebnis einer Pflanzaktion unter dem Motto „Vielfalt schaffen – Vielfalt ernten“ auf Anregung der Niedersächsischen Landesforsten anlässlich des Internationalen Jahres der Biodiversität. Insgesamt 25 Forstämter in Niedersachsen – jedes stand Pate für eine andere Baumart – waren an der Initiative beteiligt und luden Bürger ein, ihren Beitrag für artenreiche Wälder zu liefern. Das Forstamt Saupark nutzte die Gelegenheit, um den Bestand der Kastanien an der historischen Allee zu ergänzen, die mit ihren cremig-weißen Kerzenblüten von Mai bis Juni wieder jede Menge Spaziergänger anlocken werden.

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Die schweißtreibende Pflanzarbeit übernahm Gehegeschulleiterin Cornelia Tripke gemeinsam mit Schülern der Heinrich-Göbel-Realschule. Mit ihren Lehrerinnen Gudrun Felczoreck und Gabriele Mönch waren sie spontan für eine Klasse der Gerhart-Hauptmann-Schule eingesprungen, die sich ursprünglich zum Buddeln verpflichtet, dann aber kurzfristig abgesagt hatte. Anfangs tatkräftig, später zunehmend mental unterstützt wurden die fleißigen Gärtner von Ortsbürgermeister Jürgen Trotte und den Stadtratsmitgliedern Helmut Kürsten und Ursel Postrach.

Für ihr Engagement wurden die Jugendlichen nach zweistündiger harter Grabarbeit mit Kakao und Kuchen verwöhnt und zudem mit dem Geschenk einer Baumpatenschaft belohnt. Für vier der übrigen fünf verpflanzten Rosskastanien waren im Vorfeld Paten gefunden worden, ein weiterer Pate für den letzten Baum fand sich bei der Aktion.

„Die Arbeit war besonders anstrengend, weil wir hier in Springe einen besonders hohen Tonanteil in der Erde haben“, sagte Cornelia Tripke. Beim Graben der Setzlöcher müsse man den oberen Erdteil beiseitelegen, da dieser besonders wertvoll sei: „Er enthält viele Nährstoffe und wird beim späteren Zuschütten ganz nach unten an die Wurzel gelegt“, erklärte die Gehegeschulleiterin.

Die neugepflanzten Rosskastanien sind etwa 15 Jahre alt und in der Baumschule bestens gehegt und gepflegt worden. Ihre alten „Geschwister“ schmücken die Allee bereits seit rund 100 Jahren. „Ich habe im Wisentgehege bereits hunderte von Bäumen mit Kindern und Jugendlichen verpflanzt und keiner von ihnen ist je eingegangen“, sagte Tripke.

Es werden noch weitere Paten für neue Bäume an der Kaiserallee gesucht. Die ehemalige Zufahrtsstraße vom Bahnhof Kaiserrampe zum Jagdschloss gehört zu einem Teil dem Forstamt, zum anderen der Stadt. „Wir haben uns für beide Teilbereiche auf einen Preis von 300 Euro für eine Baumpatenschaft geeinigt. Interessenten können sich jederzeit bei uns melden“, warben Springes Ortsbürgermeister Jürgen Trotte und Forstamtschef Joachim Menzel.



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