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Zoll und Polizei stellen bei Kontrollen in der Gastronomie Verstöße fest / Elf Betriebe überprüft

Schwarzarbeiter in Restaurant-Küchen

Springe (zett). Zoll und Polizei haben in Springe elf Gaststätten überprüft – und dabei zwei Verstöße festgestellt. Einem 39-jährigen vietnamesischen Küchenhelfer droht jetzt die Abschiebung; zwei heimische Restaurantbetreiber müssen sich wohl auf Geldstrafen einstellen.

Zollfahnder haben in Springe elf Gaststätten untersucht. Foto: ric

Am Freitagabend kamen sie in die Stadt: fünf Mitarbeiter des Hauptzollamts Hannover in Begleitung von mehreren Beamten der Polizeiinspektion Garbsen. Ihr Ziel: Springer Gastronomiebetriebe, in denen sie sowohl in Sachen Schwarzarbeit kontrollierten als auch die Einhaltung von Jugendschutz, Ausländerrecht und Betäubungsmittelgesetz.

Fündig wurden sie dabei in der Küche eines Restaurants: Hier arbeitete ein 39-jähriger Vietnamese, der sich mit dem Pass seines Landes ausweisen konnte – und mit einer Aufenthaltsberechtigung für die Tschechische Republik. Mit dieser dürfe er sich in Deutschland zwar als Tourist aufhalten – nicht aber arbeiten, so Zoll-Sprecher Hans-Werner Vischer. Gegen den 39-Jährigen wird jetzt wegen des Verdachts des illegalen Aufenthalts sowie wegen Arbeitens ohne Genehmigung ermittelt: „Er wird wohl ausgewiesen“, so Vischer zur Neuen Deister-Zeitung.

Aber auch der Inhaber der betroffenen Gaststätte muss mit Konsequenzen rechnen: Gegen ihn läuft ein Verfahren wegen des Verdachts der Beihilfe zum illegalen Aufenthalt sowie der Beschäftigung eines Ausländers ohne Arbeits-genehmigung. In einem weiteren Restaurant konnte sich die Küchenhilfe nicht ausweisen. Da aber Beschäftigte im Gaststättengewerbe stets einen Ausweis mitführen müssen, wurde für den Betroffenen ein Verwarngeld in Höhe von 35 Euro fällig.

Aus Vischers Sicht steht Springe mit zwei Verstößen in elf Betrieben sehr gut da: „In Hannover sind vor einiger Zeit bei einer Kontrolle 25 Prozent der Betriebe auffällig gewesen.“ Auch die Polizeiinspektion hatte nach ihren Kontrollen am Freitagabend in Springe kaum Beanstandungen, wie ein Behördensprecher gestern erklärte.

Seit Januar 2009 sind Beschäftigte in insgesamt neun Branchen verpflichtet, sich stets ausweisen zu können. Dazu gehören neben dem Gaststättengewerbe auch die Bereiche Bau, Spedition, Schaustellerei, Forstwirtschaft oder Gebäudereinigung.



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