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Schullandheim investiert 235 000 Euro

Ein Schullandheim mit eigener Sporthalle? Das gibt es landesweit nur noch ein Mal – in Springe. Doch das knapp 50 Jahre alte Gebäude ist marode, der Investitionsbedarf enorm. Auch die Heizkosten sind nicht länger tragbar. Eine Lösung musste her.

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VON MARITA SCHEFFLER

Ein Schullandheim mit eigener Sporthalle? Das gibt es landesweit nur noch ein Mal – in Springe. Doch das knapp 50 Jahre alte Gebäude ist marode, der Investitionsbedarf enorm. Auch die Heizkosten sind nicht länger tragbar.

„Wir haben überlegt, ob wir mit ein paar Eimern Farbe durchgehen und die Halle künftig nur noch im Sommer öffnen sollten“, erinnert sich der Vorsitzende Paul Simons an die Gespräche im vergangenen Jahr. Mittlerweile steht fest: Die Einrichtung wird auch künftig nicht auf ihr Alleinstellungsmerkmal verzichten.

Für 235 000 Euro soll die Sportstätte zuerst in den Rohbau-Zustand zurückversetzt werden, dann werden das Dach erneut und gedämmt, moderne Fenster und Türen eingebaut, die Beleuchtung getauscht und eine Außendämmung angebracht. Auch der bisherige Boden wird verschwinden. Um aus der Turn- eine echte Mehrzweckhalle zu machen, wird Eichenparkett verlegt, schwingend ausgebildet.

Das Gebäude wird optisch gewinnen. Aber auch die energetische Verbesserung wird enorm sein. „Zurzeit verbrauchen wir 20 000 Kilowattstunden – also 2000 Liter Heizöl – im Jahr. Trotzdem kriegen wir die Halle im Winter nicht warm“, erzählt Simons, der passenderweise hauptberuflich als Energieberater arbeitet. 2000 Liter mag nicht viel klingen, es ist der durchschnittliche Verbrauch eines Einfamilienhauses, „aber wenn man bedenkt, dass wir nur an den Wochenenden heizen, ist das enorm“.

Nach der Sanierung werden es nur noch 500 Liter sein. „Und wir haben durchgehend die ideale Sporthallentemperatur mit 17 Grad. Im Bedarfsfall können es auch unproblematisch 20 Grad sein. Und es ist endlich nicht mehr ungemütlich“, sieht Simons besseren Zeiten entgegen.

Im Finanzierungsplan tauchen Förderungen (etwa vom Paritätischen) sowie mehrere Privatspenden auf. Außerdem ist ein Plus von 600 Übernachtungen im bislang belegungsschwachen Winter eingeplant. „Das halten wir für durchaus realistisch“, sagt Simons. Das Landheim der Tellkampfschule werde künftig vor allem für Theater- und Musikgruppen attraktiver sein. Zur Sporthalle soll deshalb auch eine mobile Bühne gehören, die vier mal sechs Meter groß wird.

Der Startschuss des Sanierungsmarathons wird am 4. Oktober fallen. Spätestens am 31. Januar sollen die Handwerker das Projekt beendet haben.

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