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Schulentlassung der zehnten Klassen an der Realschule

SPRINGE. Vor sechs Jahren wurden sie in der Schule erstmals begrüßt – und jetzt feierlich verabschiedet: die 112 Schüler der vier zehnten Klassen der Heinrich-Göbel-Realschule.

Schulleiter Frank Kasburg zeichnet Schüler für ihre besonderen Leistungen aus. Foto: Ackermann
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Juliet Ackermann Volontärin zur Autorenseite

Die letzte Schulabschlussfeier war es auch für Frank Kasburg. In seiner Rede betonte der Schulleiter, dass der Erfolg der Schüler auch mit dem Engagement der Eltern zusammenhänge, die – „auch wenn ihre Kinder mal keine Lust hatten, zur Schule zu gehen“ – ihre Schützlinge motivierten. Dank sprach er auch an die Mitarbeiter des Lehrerkollegiums sowie an alle helfenden Hände im Schulbetrieb aus – darunter in den Bereichen medizinische Versorgung, Technik und Sekretariat. Im Anschluss zitierte Kasburg die Kurzgeschichte „Was will ich denn“, von Heinrich Böll, die eine Parabel über den Umgang mit Zeit ist.

Ebenfalls wegweisende Worte an die Schüler richtete Bürgermeister Christian Springfeld. Er gab an, sowohl den Stolz der Schüler, aber auch der Eltern über die erbrachten Leistungen im Raum förmlich spüren zu können. „Ich wünsche Ihnen, dass Sie einen Weg einschlagen, der sie glücklich und zufrieden macht.“ Er stellte klar, dass es auch mal Tage gebe, an denen nicht alles glatt laufe, man sich ärgere und empfahl daher: „Lassen Sie sich nicht unterkriegen!“. Springfeld gab den Schülern seine besten Wünsche mit auf den Weg, wünschte ihnen für die Zukunft alles Gute – „machen Sie was draus!“ – und beim kräftigen Feiern viel Spaß.

Grußworte verlor auch Elternratsvertreter Peter Nold an den bislang klassenstärksten zehnten Jahrgang der Schule. Und machte ein Eingeständnis: „Ich möchte ich mich entschuldigen, dass Politik und Verwaltung versagt haben und ihr zwei Jahre in diese Außenstelle gesteckt worden seid.“ Dafür gab es aus dem Publikum tosenden Applaus.

Aufgelockert wurde die leicht aufgeladene Stimmung mit dem Lied „Sowieso“ von Mark Forster, mit dem die Mitglieder des Schulchores auf eine zuversichtliche Zukunft einstimmten.

Zu Wort kam gleichfalls Ben Ohlendorf, der sich als Schülersprecher bei den Eltern und Lehrern bedankte. Ebenso wie Abdullah Salou, ehemaliger Schüler einer Sprachlernklasse. Ein Abschiedslied stimmten danach die Lehrer der Abschlussklassen ein. Sie hatten das Lied „An Tagen wie diesen“ der Band Die Toten Hosen umgedichtet und sangen mitunter: „Denkt doch mal an uns zurück!“

Zurückgedacht wurde daraufhin an gemeinsame Momente auf Klassenfahrten, als auf einer großen Leinwand Fotos der Schüler gezeigt wurden. In den vier Klassen, mit jeweils 28 Schülern, sind es insgesamt 112 Schüler, die ihren Abschluss feiern. Von den Schülern absolvierten 62 einen erweiterten Abschluss der Sekundarstufe I und 45 einen Realschulabschluss. Nachdem die Schüler von ihren Klassenlehrern ihre Abschlussdokumente mitsamt Präsenten überreicht bekommen hatten, meldeten sich bei der Gelegenheit auch die Klassensprecher zu Wort.

Im Anschluss an die Zeugnisausgabe der Abschlussklassen wurde Schülern gedankt, die sich für die Allgemeinheit der Schule eingesetzt hatten. Ausgezeichnet für besonders gute Leistungen wurden Gian-Luca Confalone, Luca Andersen und Jarno Hoehns. Den Platz des Schulbesten teilten sich – mit einem Notendurchschnitt von 1,1 und Bestnoten in den Hauptfächern – Valencia Merker und Öznur Turgay.

Auch soziales Engagement wurde geehrt: Pia Nold, Merle Catrin Lehmann, Finja Sass und Ameli Brinks bekamen für ihren Einsatz in der Bücherei-AG Gutscheine ausgehändigt, ebenso wie Almina Nurkovic für ihr Engagement in der Lernzeit-AG. Eine Ehrung gab es auch für Zeynab Ahmadi: Aus Afghanistan stammend, wo sie jedoch nicht die Schule besuchte, zog sie erst vor zweieinhalb Jahren nach Deutschland. An der Realschule erzielte sie eine Durchschnittsnote von 2,7 und wurde für ihre besonderen schulischen Leistungen geehrt.



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