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Schützenfest Springe soll auf dem Burghof stattfinden

SPRINGE. Von „zu Tode betrübt“ direkt zu „himmelhoch jauchzend“: Nach dem Total-Ausfall des Springer Schützenfests im vergangenen Jahr plant der Jagdklub als Ausrichter die komplette Wende.

Blick ins NDZ-Archiv: 2005 freute sich die Feuerwehr, das Volksfest auf dem Burghof zu feiern – samt Besucherrekord. 2019 kehrt die Großveranstaltung dorthin zurück: Aus Sicht der Stadt spricht nichts dagegen.
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Christian Zett Redaktionsleiter zur Autorenseite

Nicht nur findet die Großveranstaltung wieder statt – sie soll als Kreisschützenfest auch das erste Mal seit 2007 wieder mitten in Springe steigen: Der Verein hat einen entsprechenden Antrag für die Ausrichtung auf dem Burghof von Freitag, 14. bis Sonntag, 16. Juni, gestellt.

Der Vorsitzende Peter Böttcher wünscht sich zum einen, dass das Traditionsfest so belebter wird: „Uns bleibt keine Wahl. Der Festplatz an der Harmsmühlenstraße wird von der Bevölkerung nicht angenommen.“ Dazu kommt: So schnell wie möglich will die Stadt auf exakt diesem Gelände einen Kindergarten bauen. Ganz akut fürchtet Böttcher außerdem, dass sich Gäste von der ab März geplanten Fernwärme-Großbaustelle an der Harmsmühlenstraße vom Besuch abhalten lassen könnten.

Schützenfest? Burghof? Da war doch mal was: Von 2005 bis 2007 feierten die Veranstalter (neben dem Jagdklub im jährlichen Wechsel auch Jägercorps, Schützengilde, Feuerwehr und Spielmannszug) schon einmal zwischen Museum und Rathaus. Zogen sich aber 2008 wieder ans Hallenbad zurück – weil es in Sachen Lärm immer wieder Zoff mit Anwohnern gab. Die teuren Lärmmessungen waren die Vereine nicht bereit zu zahlen.

Und 2019? „Wir hoffen auf das Verständnis der Anwohner in der unmittelbaren Nähe des Burghofes – sind es doch nur drei Tage“, sagt Böttcher. Die Stadt teilt mit, sie habe dem Jagdklub die Erlaubnis zum Feiern erteilt – mit der Auflage, dass sich die Veranstalter an die geltenden Lärmrichtlinien halten.

Das heißt: Am Freitagabend ist um 23 Uhr Feierabend; am Sonnabend dürfe – wenn der Jagdklub eine Sondergenehmigung beantragt – auch bis 24 Uhr gefeiert werden. Außerdem muss der Verein wie zahlreiche Ausrichter von größeren Veranstaltungen ein Sicherheitskonzept vorlegen: Dieses sei „im Entwurf eingereicht und muss von der Stadt noch genehmigt werden“, so Böttcher.

Dass nur am Sonnabend bis 24 Uhr verlängert werden könnte, hängt ebenfalls mit den Lärmvorschriften des Landes zusammen: Denn weil sonntags den ganzen Tag über ohnehin spezielle Ruhezeiten gelten, kann so auch noch ab Mitternacht eine achtstündige Nachtruhe sichergestellt werden. Weil der Sonnabend als Werktag gilt und die Lärmrichtlinie sich nicht nur ums Feiern, sondern auch ums Arbeiten dreht, geht das bei Freitagabend-Veranstaltungen nicht.

Schon 2017 hatten die Ausrichter eine Rückkehr auf den Burghof in Betracht gezogen – sich dann aber mit Blick auf Anwohnerproteste bei einem gemeinsamen Treffen dagegen entschieden: Man könne nicht garantieren, dass es nach dem offiziellen Ende des Festes in der Innenstadt tatsächlich leise bleibe.

Weitere Auflagen seitens der Stadt gebe es nicht, betont Fachbereichsleiterin Hanna Kahle. Wie intensiv die Verwaltung am Festwochenende tatsächlich die Einhaltung der Lärmauflagen kontrolliert, lässt Kahle offen: „Grundsätzlich sind wir natürlich angehalten, die Einhaltung der Vorgaben zu prüfen“ – das sei verwaltungstechnisch nichts anderes als die Kontrolle von Falschparkern im Stadtgebiet.

Information

Nachdem sich das Jägercorps im vergangenen Jahr nicht mit dem bisherigen Festwirt einig wurde, gibt es in diesem Jahr für das Schützenfest einen Neuen; Benjamin Koch aus Uetze. „Er war noch nicht bei uns in Springe“, sagt Peter Böttcher. Als Schausteller setze man weiter auf Lothar Ahrend aus Eldagsen. Auf dem Burghof sei genug Platz für Autoscooter und diverse Gastro- und Vergnügungsbuden, kündigt Böttcher an. Kleiner werden soll jedoch das Festzelt. Das wiederum werde dieses Jahr vor allem am Sonntag voll, so Böttcher: Dann erwarte man zum Kreisschützenfest viele auswärtige Gäste.



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