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Schüler lernen in den nächsten zwei Jahren in Mobilbauten

BENNIGSEN. Die neue Bennigser Grundschule besteht aus 70 Containern: In den Mobilbauten am Sportplatz werden die Erst- bis Viertklässler die kommenden zwei Jahre überbrücken, in denen neben ihnen eine neue Schule entsteht.

Die städtische Bau-Ingenieurin Daniela Steinig und Hausmeister Ulrich Kloth haben jeden Bau-Abschnitt begleitet. Foto: Scheffler
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Marita Scheffler Redakteurin zur Autorenseite

Verzögerungen gibt es auf der Baustelle bislang nicht: „Wir liegen voll im Plan“, sagt der städtische Hochbau-Mitarbeiter Eugen Bott.

Mitte Juni wurden die ersten Container aufgestellt, mittlerweile sind sie fast bezugsfertig. „Wir brauchen noch die nächste Woche, um die Versorgungsleitungen anzuschließen, also Wasser, Strom und Telefon“, sagt Bott. Die Möbel haben die Mitarbeiter des Bauhofs gerade vom Altbau in die neuen, provisorischen Räume getragen. In den nächsten Tagen wollen die Lehrer zusammen mit engagierten Eltern die persönlichen Klassenunterlagen an Ort und Stelle bringen und einsortieren. Auch Hausmeister Ulrich Kloth hat sich mit Blick auf den straffen Zeitplan nur einen Kurz-Urlaub in den Ferien gegönnt.

13 Millionen Euro lässt sich die Stadt den Neubau der Grundschule Bennigsen kosten. Allein das Mieten der Container taucht in der Kalkulation mit 700 000 Euro auf. Aber ohne geht es nicht: Schüler und Lehrer dürfen ihre bisherigen Unterrichtsräume bald nicht mehr betreten – lediglich für die Einschulung wird die Aula noch einmal genutzt. Im Gebäude haben die ersten Abrissarbeiten begonnen, in den Herbstferien sollen dann Wände fallen.

Der marode Anbau, der das Backsteinhaus mit der Sporthalle verbindet, wird ebenso verschwinden wie der Alt-Trakt der angrenzenden Peter-Härtling-Förderschule. Hochbauamtsleiter Reinhard Borchardt rechnet mit einem ersten Spatenstich für die neuen Unterrichtsräume zum Jahreswechsel. Der neue Trakt soll zweistockig werden und sich vom Backsteingebäude zur Sporthalle ziehen.

Das denkmalgeschützte Backsteingebäude wird zum neuen Verwaltungstrakt. Auch Aufenthalts- und Besprechungsräume sind vorgesehen. Herzstück des Neubaus wird ein 300 Quadratmeter großes Foyer mit Mensa und einem Bereich für Veranstaltungen. Hochbauamtsleiter Borchardt und die städtische Bau-Ingenieurin Daniela Steinig loben die konstruktive Zusammenarbeit mit Lehrern, Eltern und Ortspolitikern. „Das geht alles ruhig und im Einvernehmen. Wenn wir mal nicht einer Meinung sind, finden wir einen guten Kompromiss“, sagt Borchardt. Auch der FC Bennigsen habe anstandslos seinen Bolzplatz abgetreten, um Platz für die Container zu machen. Wird der Mobilbau-Komplex in zwei Jahren aufgelöst, wird die Fläche zurückgebaut und fällt wieder an die Fußballer.



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