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Pastor sucht nach 20 Jahren in Eldagsen eine neue Herausforderung

Schoppe geht nach Fallingbostel

Eldagsen. Pastor Torsten Schoppe verlässt Eldagsen. Er habe lange mit sich gerungen, ob er eine neue Herausforderung annehmen wolle, sagt der 54-jährige Seelsorger: „Und mit 58 oder 59 wird das schwierig. Also muss es jetzt sein, sonst lohnt es sich nicht mehr.“ Bis Ende Januar steht Schoppe noch in Eldagsen auf der Kanzel, dann heißt sein neuer Wirkungsort Bad Fallingbostel (Lüneburger Heide).

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Marita Scheffler Redakteurin zur Autorenseite

Der Wechsel fällt Schoppe nicht leicht, daraus macht er keinen Hehl. Es liege „Trauerarbeit“ vor ihm und seiner Familie, sagt er: „Jetzt beginnt eine große Abschiedstournee.“ Vor sechs Wochen hat Schoppe seinen Aufstellungsgottesdienst in Fallingbostel gehalten und sich seiner neuen Gemeinde vorgestellt. Am Dienstagabend dieser Woche gab ihm schließlich der dortige Kirchenvorstand seinen Segen – einstimmig.

Schoppe kam im August 1993 nach Eldagsen. Davor hatten er und seine Familie sieben Jahre in Südafrika gelebt. St. Alexandri sei „Liebe auf den ersten Blick“ gewesen, erinnert sich Schoppe. „Wir sind hier sehr gut aufgenommen worden. In den Jahren hat sich so viel entwickelt, das hat richtig Spaß gemacht.“ Ihm fällt sofort die Pfadfinderarbeit ein, die er aufbaute. Auch das Klimaschutzprojekt „Grüner Hahn“ war wegweisend. Seine Ehefrau Katrin etablierte die regelmäßigen Kindergottesdienste und den Bibelclub. Von 1996 bis 1998 gewährte die Gemeinde einer armenischen Familie Kirchenasyl: „Zwei Jahre. Eines der längsten Kirchenasyle in Niedersachsen“, weiß Schoppe.

Auch seine fünf Kinder (sie sind zwischen 12 und 27 Jahre alt) sind in Eldagsen aufgewachsen. So sehr er seine beiden Gemeinden – außer Eldagsen betreut Schoppe auch Alferde – ins Herz geschlossen habe, vor seiner Pensionierung in elf Jahren wolle er noch einmal „eine andere Struktur“ kennenlernen, wie er formuliert. Während er in Eldagsen als Alleinkämpfer agiert, gehört er in Fallingbostel einem sogenannten Mehrpersonen-Pfarramt an, also einem Team von Geistlichen.

Das Pfarramt in Eldagsen wird vermutlich mehrere Monate vakant sein. Die Stelle könne frühestens im Januar ausgeschrieben werden, heißt es. Damit ist erst eine Wiederbesetzung im Sommer wahrscheinlich.

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