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Schnee im Deister: Landesforsten bitten Besucher um Rücksicht

SPRINGE/BAD MÜNDER. Das Forstamt Saupark der Niedersächsischen Landesforsten mahnt Waldbesucher zur Rücksicht auf das Wild im Deister. "Der Deister als das nördlichste Mittelgebirge zieht Besucher aus ganz Niedersachsen an, sodass sich die Wanderparkplätze schnell füllen", sagt Forstamtschef Christian Boele-Keimer. Zugleich bittet er Besucher aber um "Parkdisziplin".

"Das ohnehin schon erhöhte Interesse am Wald lockte in den vergangenen Monaten spürbar mehr Menschen in den Wald. Die Besonderheit, dass nun auch Schnee liegt, bringt einigen Besuchern sicherlich einen Winterurlaub direkt vor die Haustür“, erzählt Christian Boele-Keimer, Leiter des Forstamtes Saupark.

 

Noch sind Ferien in Niedersachsen und die jüngst verschärften Corona Regeln haben viele Urlaubspläne zunichte gemacht. In der Folge steigt der Besucherandrang auf hiesige Waldgebiete. Dass der Schnee momentan auf Höhen ab ca. 200m liegt, macht diese Gebiete besonders attraktiv und konzentriert den Besucherverkehr zusätzlich.

„Mein Winterurlaub konnte in diesem Jahr nicht wie geplant stattfinden also blieb ich zu Hause. Die Nachricht, dass an unserem Hausberg Schnee liegt, weckte in mir, wie in vielen anderen aus der Region, den Wunsch nach Schnee unter den Füßen. Dass hier im Deister aber so viel los ist, habe ich nicht gedacht“, erklärt Susan Eichenlaub, die gerade den Wanderparkplatz „Laube“ bei Springe verlässt.

Fahrzeuge aus ganz Niedersachsen sind auf den teils überfüllten Parkplätzen zu finden. Die damit kommenden Menschenmengen verteilen sich allerdings relativ schnell auf den zahlreichen Wegen im Wald.

 

„Wir freuen uns über die Besucher im Wald, sie sollen den Schnee genießen - wer weiß wie lange sich dieser noch hält. Doch ist es sehr wichtig, dass eine Parkdisziplin herrscht. Es muss möglich sein einen verletzten Menschen aus dem Wald zu bergen. Gerade bei den hohen Besucherzahlen und den glatten Wegen ist die Gefahr einer Verletzung momentan erhöht und Rettungsgassen wichtig. Auch wir, die im Wald arbeiten, müssen den Wald befahren und auch wieder verlassen können“, betont Boele-Keimer.

Erholungssuchenden, die einen Besuch im Deister planen, empfiehlt er,  sich rechtzeitig Gedanken über Alternativen zu machen, falls der gewünschte Parkplatz bereits belegt ist.

„Der große Parkplatz am Forstamt Springe und der Parkplatz am Wisentgehege sind bisher kaum angenommen worden, wobei auch hier im Saupark der Schnee in den höheren Lagen zu finden ist“, gibt Boele-Keimer abschließend als Empfehlung.

 Auch der Ith im Weserbergland und der Naturwald Hohenstein bieten eine tolle Wanderkulisse und sind sehr zu empfehlen, sagt Boele-Keimer.

„Wir bitten die Spaziergänger auf den Wegen zu bleiben. Die im Wald lebenden Tiere haben es derzeit nicht leicht an Nahrung zu kommen und haben durch die nasse Kälte einen sehr hohen Energiebedarf“, appelliert Boele-Keimer.

Auch Jägermeister Reinhard Ebeling weist auf die aktuell schwierige Situation fürs Wild hin:  "Der Energiehaushalt der Tiere ist im Winter heruntergefahren", sagt er. Störungen durch Spaziergänger könnten dazu führen, dass Wild, um den Energiebedarf zu decken, Bäume anknabbern müsse, was wiederum dem Wald schade. "Bitte denken Sie auch an die Tiere", bittet er die Wanderer und Wintersportler.




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