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Schlugen Räuber zweimal zu?

Springe. Sobald es dunkel wird, verfolgen die 39-Jährige die Bilder; täglich. Sie saß Ende Januar an der Kasse des Netto-Marktes, als sie von einem Maskierten mit einer Waffe bedroht und ausgeraubt wurde. Die Polizei geht davon aus, dass sie den Mann und seinen Komplizen jetzt überführt hat.

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Marita Scheffler Redakteurin zur Autorenseite

Das Duo flog Anfang Februar auf, als es die Spielhalle an der Burgstraße ausrauben wollte. Bei den Ermittlungen stellte sich heraus: Es gibt mehrere Parallelen zu dem Überfall auf den Netto-Markt.

Bei den Tätern handelt es sich laut Staatsanwaltschaft um einen 17- und einen 19-Jährigen aus der Deisterstadt. Beide sind polizeibekannt, bislang fielen sie allerdings nur wegen Kleindelikten auf. Den versuchten Überfall auf die Spielothek haben die beiden Männer gestanden, den Netto-Raub streiten sie dagegen ab. Auch weitere Taten wollen sie nicht begangen haben.

Schlimmer als das entwendete Geld fallen bei dem Netto-Überfall die Folgen für die Kassiererin ins Gewicht. Die 39-Jährige ist seit dem Vorfall in psychologischer Behandlung, sie muss starke Tabletten nehmen und traut sich im Dunkeln nicht mehr aus der Wohnung. „Ich sehe die Bilder jeden Abend wieder vor meinen Augen“, sagt sie.

Der mit einer Sturmhaube maskierte Täter betrat den Supermarkt kurz vor Ladenschluss und richtete eine Pistole auf sie. Die Polizei geht davon aus, dass der Mann einen Komplizen hatte, der vor der Tür Schmiere gestanden hat.

Der 17- und der 19-Jährige wollten wenige Tage später kurz vor Mitternacht die Spielhalle überfallen. Obwohl sie auch hier bewaffnet waren, gelang es einem Angestellten und mehreren Kunden, die Räuber zu vertreiben. Die Polizei startete eine groß angelegte Suchaktion, ein Hubschrauber leuchtete mögliche Fluchtwege aus. Die Täter wurden noch in der Nacht gefasst.



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