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Schließung der Ortsteilbüros: Das sagt der Ortsrat Alvesrode

ALVESRODE. Hausbesuche statt Fahrdienst: Das schlägt der Ortsrat Alvesrode einstimmig beim Thema Zentraler Bürgerservice vor. Dieses Angebot müsse dann für alle Ortsteile gelten, also auch jene, die schon lange keine eigene Verwaltungsaußenstelle mehr haben.

Die Verwaltungsaußenstelle in Völksen. Foto: Archiv/Scheffler

Autor

Anne Brinkmann-Thies Reporterin

„Gleiches Recht für alle“: Das steht für den stellvertretenden Ortsbürgermeister Karl-Heinz Schade (SPD) außer Frage. Die Mitglieder des Ortsrats halten es für sinnvoll, für Menschen mit eingeschränkter Mobilität einen Hausbesuch von einem Verwaltungsmitarbeiter samt der notwendigen Ausstattung zu organisieren. In ihrer Beschlussvorlage hatte die Verwaltung den anderen Weg gewählt.

So soll ein Fahrservice jene Bürger ins Springer Rathaus bringen, denen auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln der Weg nicht mehr zugemutet werden kann. „Wer spart denn bei diesem Modell etwas?“, fragte der ebenfalls stellvertretende Ortsbürgermeister Wolfgang Nickees (Wählergemeinschaft Alvesrode). Und René Bennecke (SPD) fürchtete, dass die Kriterien für das Fahrservice-Angebot kaum greifen dürften. „Da bringen auch 90 Jahre und ein Rollator nichts“, sagte er. Für einen Erhalt der drei Außenstellen einzustehen, dazu sahen sich die Ortsratsmitglieder nicht in der Pflicht.

Alvesrode hat bereits seit 2003 keine Außenstelle mehr, sei allerdings auch räumlich näher am Springer Rathaus als andere Ortsteile wie die betroffenen Orte Bennigsen, Eldagsen und Völksen, sagte Ortsbürgermeister Dieter Gonschorek (CDU). Sie müssten bei ihren Forderungen für sich selber kämpfen. Und Thomas Hüper-Maus (Grüne) erklärte, er habe in Alvesrode noch keinen Leidensdruck wegen einer fehlenden Außenstelle festgestellt. „Und was Alvesrode kann, warum kann das Bennigsen nicht?“, fragte er. Für die städtischen Mitarbeiter bedeute das Angebot der Öffnungszeiten in den Außenstellen hingegen viel Aufwand. Der Trend aber gehe ohnehin zu elektronischen Vorgängen. „Wir müssen auch mit der Zeit gehen“, stellte Hüper-Maus klar.



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