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Schließung der Bürgerbüros: Springfeld bleibt hart

SPRINGE. Acht Ortsräte haben in den über die Schließung der Bürgerbüros beraten. Alle haben sich gegen das Konzept „Zentraler Bürgerservice“ ausgesprochen. Bürgermeister Christian Springfeld bleibt hart. Die Dorf-Rathäuser seien nicht mehr zeitgemäß, Kosten und Nutzen ständen in keinem Verhältnis, sagt er.

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Marita Scheffler Redakteurin zur Autorenseite

Die kleinen Dorf-Rathäuser seien nicht mehr zeitgemäß, Kosten und Nutzen ständen in keinem Verhältnis, sagt Springfeld.

Wolle die Politik trotzdem um jeden Preis an den vier Büros in Eldagsen, Bennigsen, Völksen und Gestorf festhalten, das Angebot wie erwogen sogar ausbauen, gibt es aus Sicht Springfelds nur zwei Möglichkeiten: Entweder der Stadtrat nimmt eine Mehr-Ausgabe von über 200 000 Euro jährlich für weitere Mitarbeiter in Kauf – oder das zentrale Bürgerbüro im Rathaus auf dem Burghof wird personell ausgedünnt. Dort würden dann die Wartezeiten erheblich steigen.

Für den Stadtrat, der am 4. April über das Schicksal der umkämpften Außenstellen entscheiden soll, hat Springfeld eine sechsseitige Vorlage erstellt. Die nutzt er auch, um noch einmal für seine Fahrdienst-Idee zu werben: Ortsteilbewohner, die keine Möglichkeit haben, selbstständig nach Springe zu kommen, sollen abgeholt werden. „Die Verwaltung beabsichtigt, die Inanspruchnahme in der Erprobungsphase zweckmäßig zu handhaben und keine hohen Hürden an die Unzumutbarkeit zu knüpfen“, so Springfeld zur mehrfach geäußerten Sorge, kaum ein Bürger könnte die Bedingungen erfüllen, um abgeholt zu werden.

Alternativ erklärt sich der Bürgermeister auch bereit, das Thema „Bürgerkoffer“ erneut zu prüfen: Mitarbeiter könnten so Hausbesuche absolvieren. Allerdings beschränkt sich das Angebot auf Pass- und Melde-Angelegenheiten – und ohne schnelles Internet vor Ort geht es nicht. Aber: Es ist machbar.

Natürlich bedeute eine Schließung der Außenstellen, dass viele Ortsteilbewohner etwas länger unterwegs sind, um ein Verwaltungsanliegen zu klären, schreibt Springfeld sinngemäß. Im Rathaus sei aber garantiert ein Mitarbeiter da, die Wartezeit kurz. Außerdem nehme Otto-Normal-Springer den Bürgerservice ohnehin eher selten in Anspruch. Fazit: Der Aufwand sei zumutbar.



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