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Schlaglochpiste: Ärger über Eldagsener Straße wächst

SPRINGE. Beim Frühsommerwetter zieht es viele in den Garten zum Grillen. Nur ist das für Anwohner der Eldagsener Straße nicht möglich. „Am Wochenende draußen sitzen können wir nicht“, sagt einer. Es sei zu laut wegen der Autos, die über die Schlaglöcher brettern. Während der Sommerferien sollen die geflickt werden.

Die großen Lkw sorgen für großen Ärger bei den Anwohnern: Im Sommer draußen sitzen sei für die Springer nicht mehr möglich. FOTO: SAH
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Saskia Helmbrecht Redakteurin zur Autorenseite

Das teilt die zuständige Behörde jetzt mit.

„Mehrfach habe ich bei der Stadt angefragt, ob die Polizei auf der Eldagsener Straße nicht mal kontrollieren kann“, berichtet der Anwohner. Passiert sei allerdings nichts. Und das ärgert den Springer: „Es wurde einfach dezent übersehen. Das juckt gar keinen.“ Kein Autofahrer würde sich an das kürzlich eingeführte Tempolimit auf zehn Stundenkilometer halten.

Bereits vor mehr als einem Jahr habe er die Stadt auf die Schlaglöcher auf der Eldagsener Straße aufmerksam gemacht – vergeblich. „Jetzt haben wir das Chaos, das richtig Geld kostet. Ich verstehe nicht, wie man so mit öffentlichen Geldern umgehen kann, das ist ja genauso wie beim Berliner Flughafen.“ In den vergangenen Jahren habe der Lkw-Verkehr auf der Straße sogar noch zugenommen – und damit auch der Lärm für die Anwohner.

Die Polizei nehme die Sorgen der Anwohner ernst, betont aber auch: „Wir haben keine Kapazität für eine dauerhafte Geschwindigkeitsmessung“, erklärt Einsatzdienstleiter Lutz Fricke. Den Beamten sei zwar bekannt, dass Autofahrer auf der Straße zu schnell unterwegs seien, „aber es besteht keine erhöhte Gefährdung für Außenstehende“. Priorität haben aus Sicht der Beamten die Verkehrsunfallschwerpunkte, etwa an Schulwegen. „Das ist ein grundsätzliches Problem, wir können nicht überall sein“, sagt Fricke. Und wer sich nicht an das Tempolimit halte und sich am Ende das Auto kaputt fahre, sei auch ein Stück weit selbst daran Schuld.

Bereits Ende Juni könnte die Schlaglochpiste aber endlich ausgebessert werden. Die Erneuerung der Deckschicht ist Teil einer größeren Ausschreibung der Landesbehörde – geplant sind die Arbeiten während der Sommerferien, sagt Holger Mees, Sachgebietsleiter Straßenbau im Geschäftsbereich Hannover bei der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr. Für maximal drei Tage muss dann die Straße komplett gesperrt werden, kündigt Mees an. Der Verkehr muss dann umgeleitet werden. Auch Anwohner könnten in dieser Zeit ihr Grundstück nur zu Fuß erreichen. „Ein genauer Ablauf wird den Anwohnern per Handzettel in den Briefkasten geworfen.“ Zudem muss die Auffahrt zur Bundesstraße 217 für höchstens 72 Stunden gesperrt werden.

Nicht nur an der Auffahrt, auch auf Höhe des DRK-Standortes soll die Straße ausgebessert werden. Dafür wäre eine weitere Sperrung notwendig. Einen genauen Zeitplan für diesen Abschnitt gäbe es allerdings noch nicht.

In zwei Wochen steht aber bereits fest, welches Unternehmen die Ausschreibung gewonnen hat. Bereits in sechs Wochen sollen die Verträge unterschrieben und der Zeitplan mit der Baufirma abgesprochen werden. Extremwetterereignisse, etwa Starkregen, könnten die Arbeiten verzögern, sagt Mees. „Das wäre aber der Worst case.“

Bis zum Sommer hat das Streckenwartungsteam der Straßenmeisterei Wennigsen die Fahrbahn im Auge, sagt ein Mitarbeiter. Wie berichtet, wurde die Fahrbahn zunächst notdürftig mit einem Kaltmischgut geflickt. Das allerdings breche immer wieder auf und müsse daher ebenfalls erneuert werden, bis es dann im Sommer endlich losgeht.



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