weather-image

Schlagloch-Krise: Bürgermeister hofft auf Liebelt

SPRINGE. In die Diskussion um die wachsenden Schlaglöcher auf der Eldagsener Straße und die geplante Temporeduzierung auf Schrittgeschwindigkeit schaltet sich nun Bürgermeister Christian Springfeld (FDP) ein. Er hofft auf Hilfe vom Land.

Schandfleck auf offener Straße Foto: ackermann
Mischer

Autor

Ralf T. Mischer Redakteur zur Autorenseite

Laut aktueller Verkehrszählung der Stadt rollen im Schnitt täglich gut 8000 Autos über die Straße – demnächst wohl im Schritttempo.

„Das ist wirklich ärgerlich und es reicht langsam“, schreibt der Bürgermeister auf der Facebook-Seite der Neuen Deister-Zeitung. Und führt weiter aus: „Wenn das Land Niedersachsen dort spart, wo zwei Autos am Tag lang fahren – von mir aus, aber hier, an einer der Hauptzufahrten zur Stadt Springe? Geht gar nicht!“ Springfeld kündigt an beim „Land weiter auf der Matte“ stehen zu wollen. Zugleich hofft er auf die Unterstützung der heimischen Landtagsabgeordneten Kerstin Liebelt (SPD).

Und stellt klar, dass die Stadt selbst an den Loch-Kratern nicht tätig werden dürfe. Würde die Verwaltung das machen, sei das „in etwa so, „als würden wir auf einem fremden Grundstück tätig werden“, erklärt Springfeld. Streng genommen, so argumentiert er, „würde ich wohl sogar städtische Mittel veruntreuen“.

In der Prioritätenliste des Landes taucht die Maßnahme nicht an oberster Stelle auf. Es könnte also dauern, bis die Straße generalsaniert wird. Es sei denn, im Landeshaushalt wird Geld locker gemacht.

Kerstin Liebelt, für Springe zuständige Landtagsabgeordnete der SPD, kündigte jetzt an, sich bereits Montag um das Thema zu kümmern. „Mir ist klar, dass da etwas passieren muss“, sagt sie auf Nachfrage. Geplant sei ein Treffen mit Verkehrs-Experten im Landtag. Auch eine Zusammenkunft mit Springes Bürgermeister sei geplant, um sich bei diesem und weiteren Themen, die Springe betreffen, abzustimmen. Auch an anderer Front tut sich offenbar eine Menge: Laut NDZ-Informationen haben Lokalpolitiker Kontakt mit den Landtagsfraktionen ihrer Parteien aufgenommen und auf rasche Reparatur der Schadstellen in der Fahrbahn gepocht.

Technisch gesehen würde es kurzzeitig für Abhilfe sorgen, wenn die Löcher aufgefüllt werden, wie das einige Kommentare auf Facebook fordern. Langfristig brächte nur eine Grundsanierung Besserung. Denn immerhin liegt die letzte Erneuerung der Fahrbahn zwölf Jahre zurück. An etlichen Stellen ist sie bereits marode. Frost, Regen und Streusalz haben nun ihr übriges getan.



Anzeige
Anzeige
Weiterführende Artikel
    Kommentare

    Kontakt

    Redaktion
    Telefon: 05041 - 78932
    E-Mail: redaktion@ndz.de
    Anzeigen
    Telefon: 05041 - 78910
    Geschäftsanzeigen: Anzeigenberater
    Abo-Service
    Telefon: 05041 - 78921
    E-Mail: vertrieb@ndz.de
    Abo-Angebote: Aboshop

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt