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Schlagloch-Krise: Bald mit Schritttempo nach Springe

SPRINGE. Die Löcher wachsen und damit der Ärger. Zwischen Otto-Hahn-Gymnasium und der Auf- und Abfahrt zur Bundesstraße 217 lässt der Zustand der Eldagsener Straße, gelinde gesagt, sehr zu wünschen übrig: Die Schlaglöcher kurz hinter dem Springer-Ortsschild sind – offenbar aufgrund der Witterung – immens gewachsen.

Große Krater in der Eldagsener Straße verheißen nichts Gutes, sie wachsen seit Jahren. Ein Ende scheint vorerst nicht in Sichtweite. FOTO: ACKERMANN

Autor:

juliet ackermann UND RALF T. MISCHER

Kein Vergleich mehr zu den kleinen Ausbuchtungen, die im Frühjahr 2016 dazu geführt hatten, dass das Tempolimit von 50 auf 30 Stundenkilometer reduziert worden war. Die zuständige Straßenmeisterei kündigte jetzt an, dass auf Höhe der Auffahrt zur B 217 demnächst Schrittgeschwindigkeit gelten wird. Aus Sicherheitsgründen.

„In drei bis vier Wochen werden voraussichtlich nur noch zehn Stundenkilometer, Schritttempo erlaubt sein“, sagt Rolf Hatesohl, Leiter der zuständigen Straßenmeisterei Wennigsen. Nur so könne die Verkehrsicherheit gewährleistet werden. Nach Rücksprache mit der Verkehrsbehörde der Stadt Springe würden weitere Schritte festgelegt.

Die Straßenmeisterei Wennigsen bessert die Landesstraßen aus. Für eine Sanierung müssten Mittel bereitgestellt werden. Weil die Eldagsener Straße eine Landesstraße ist, kommt das Geld vom Land. Das hat dafür aber nichts übrig. 2016, als an der Problemstelle das Tempo auf 30 Stundenkilometer reduziert worden war, hieß es, dass aufgrund der Prioritätenliste des Verkehrsministeriums für die Renovierung der Strecke zwischen Springe und Eldagsen das Geld für eine rasche Renovierung fehle. Daran hat sich offenbar nichts geändert.

Zuletzt war die Strecke vor 13 Jahren mit einer vier Zentimeter dicken Asphaltschicht versehen worden. Im betroffenen Abschnitt, der mittlerweile Schlaglochkrater aufweist, war sie dünner, als auf Höhe des Sauparks Richtung Eldagsen. Auch in Höhe des OHG ist die Fahrbahn angegriffen. Dort bereitet ein Warnschild Autofahrer auf die anstehende Ruckelpartie vor. Im Falle eines Schadens am Fahrzeug sollten Autofahrer indes nicht auf Schadensersatz hoffen: Laut eines Präzedenzurteils des Landgerichts Meinigen muss der Baulastträger nicht haften, wenn Schlaglöcher gut erkennbar sind. Das ist in diesem Fall zweifelsohne der Fall.



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