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Schimmel-Entwarnung am OHG

SPRINGE. Entwarnung am Otto-Hahn-Gymnasium (OHG): Im Bunker, einem Anbau des Gymnasiums, besteht für Schüler und Lehrer keine Gesundheitsgefahr durch Schimmel oder Sporen. Das geht aus einem Gutachten der Firma Wessling hervor, das die Stadt in Auftrag gegeben hat.

Was als Provisorium gedacht war, ist heute fester Bestandteil des Schulalltags: der von Schülern sogenannte Bunker des Otto-Hahn-Gymnasiums. Foto:HELMBRECHT
Mischer

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Ralf T. Mischer Redakteur zur Autorenseite

Schulleiterin Kerstin Prietzel atmet auf – betont aber den nach wie vor dringenden Sanierungsbedarf der Gebäude.

Sporen und Keime gibt es überall – natürlich auch im Bunker des OHG. Die dort gemessenen Werte sind aber geringer als in der Außenluft vorm Gebäude: 10 bis 60 Keime sind in der Bunker-Luft gefunden worden, 200 Keime sind es außerhalb des Gebäudes. „Wir können deshalb eine gesundheitliche Belastung der Raumnutzer ausschließen“, sagt Reinhard Borchardt, Leiter des Fachdienstes Liegenschaften. Zugleich versieht die Gutachterfirma ihre Untersuchung mit der Empfelung, künftig häufiger in den Klassenräumen zu lüften.

Schulleiterin Prietzel freut sich, dass kein akuter Handlungsbedarf besteht: „Dann hätten wir den Bunker räumen und im Hauptgebäude noch enger aneinanderrücken müssen.“ Akute Raumnot bestehe nämlich bereits jetzt – und die baulichen Mängel, nicht nur im Bunker, seien groß. „Ich bin aber zuversichtlich, dass die Politik die Probleme erkannt hat, und an einer Lösung arbeitet“, sagt sie.

Der Fachbereich Liegenschaften jedenfalls beschäftigt sich intensiv mit dem Thema. Borchardt: „In der kommenden Woche beginnen die Arbeiten für die Instandsetzung der Not- und Fluchtwegsbeleuchtung“, sagt er. Dafür werden, vorschriftsgemäß, auch neue Notstromaggregate aufgestellt. 150 000 Euro sind für diese Maßnahme eingeplant. Überdies befassen sich die Planer mit den Dächern des Hauptgebäudes.

Die sollen in Abschnitten neu ausgebaut werden. Die Schwierigkeit, nicht jedes Flachdach ist aus dem gleichen Material gefertigt, verbaut wurde Beton, teilweise auch Holz, was die Sache erschwert.

Die Befürchtung mit dem Schimmel hatte eine besorgte Mutter geäußert, weil Flecken zu sehen waren und weil es in einem Klassenraum merkwürdig gerochen habe. Die Stadt reagierte umgehend und beauftragte die Gutachter-Firma mit einer Untersuchung.

„Die Flecken sind jedenfalls da“, sagt Prietzel, die darum bittet, dass der Bunker möglichst bald ersetzt wird. „Unser ältester Kollege kann sich noch daran erinnern, als der Bunker eröffnet wurde, damals als Provisorium. Das ist mittlerweile knapp 30 Jahre her. Ein Provisorium, das zum Dauerzustand wurde.

Das größte Problem ist offenbar, dass es eine Grundfeuchtigkeit im Gebäude gibt: „Die führt dazu, dass sich Teppiche in den Klassenräumen wellen, Wasser an Wänden kondensiert – und an heißen Tagen ist es unerträglich“, sagt Prietzel.

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