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Schadstoff-Gefahr: Schüler ausgesperrt

Bennigsen. Um eine Gefährdung der Jungen und Mädchen durch Schadstoffe auszuschließen, blieb die Grundschule in Bennigsen gestern geschlossen. Die Schüler verbrachten ihren ersten Tag nach den Ferien bei einem Alternativprogramm an der frischen Luft.

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Grund für die Maßnahme waren nach Angaben der Stadt Untersuchungen in dem gut 120 Jahre alten Gebäude. Schon seit Wochen prüft die Verwaltung, ob es sich lohnt, das teils marode Haus zu sanieren oder ob es abgerissen werden kann. Im Zuge dieser Überprüfungen messe man auch die mögliche Schadstoffbelastung in den Unterrichtsräumen, sagt der städtische Hochbau-Chef Reinhard Borchardt. „Wenn wir schon an das Gebäude rangehen, wollen wir auch alles erledigen.“

Die Fachleute suchen unter anderem nach Asbest-Spuren, aber auch nach dem giftigen Holzschutzmittel Lindan oder nach Formaldehyd, das in Spanplatten enthalten sein könnte. Eine konkrete Gefahr für Kinder und Lehrer bestehe nicht, betont Borchardt: Solange die Stoffe sich unangetastet in den Wänden oder Decken befänden, seien sie nicht gefährlich.

Um zu verhindern, dass möglicherweise bei den Untersuchungen austretende Giftstoffe die Klassen verunreinigen, habe man sich in der vergangenen Woche entschlossen, die Osterferien in Bennigsen um einen Tag zu verlängern. Heute soll der Unterricht normal weitergehen.

Mit Ergebnissen aus dem Labor rechnet Borchardt bald. In den kommenden Tagen soll außerdem feststehen, ob sich eine Sanierung des Gebäudes überhaupt lohnt. „Ich habe von Anfang an gesagt, dass man über alle Optionen reden muss“, sagt Borchardt. Dazu gehöre auch ein Abriss des historischen Gemäuers. Aus der Politik waren auch Forderungen laut geworden, in ein Konzept müsse die benachbarte städtische Peter-Härtling-Förderschule einbezogen werden.

Insgesamt gibt die Stadt für die laufenden Untersuchungen bis zu 50 000 Euro aus. Erst nach dem Abschluss soll die Politik entscheiden, wie es weitergeht. Unter anderem sind die Leitungen für Strom und Wasser in dem Schulhaus völlig marode. Auch am Brandschutz oder den sanitären Anlagen muss die Stadt etwas tun.zett



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