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Grundschule Völksen erhält eine neue, wärmegedämmte Glasfassade / Projekt jahrelang umkämpft

Sanierung auf den letzten Metern

Völksen. Wie man Geld zum Fenster hinauswerfen kann, dafür war die Grundschule Völksen jahrelang ein exzellentes Lehrbeispiel: Die knapp 20 Meter lange und 7,20 Meter hohe Glasfassade im Eingangsbereich war nicht gedämmt. „Das kostet uns jährlich 5000 bis 10000 Euro Heizkosten“, rechnete Baudezernent Hermann Aden im November 2008 vor, als die Sanierung gerade zum wiederholten Mal verschoben worden war.

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Marita Scheffler Redakteurin zur Autorenseite

Jetzt schaffen die Handwerker Fakten. Ein Kran steht vor der Schule und hebt die Fenster in die Höhe. Die neue Fassade wird dieselben Ausmaße wie die bisherige Front haben. Die neuen Elemente sind allerdings aus Aluminium statt aus Stahl, die Scheiben sind mehrfachverglast. Außerdem wird es einen Windfang geben. „Wir gehen davon aus, dass wir schon im ersten Winter kräftig sparen werden“, sagt Hochbautechniker Hartmut Wienke.

Die Arbeiten haben in der vorigen Woche begonnen. Bis heute Nachmittag wollen die beauftragten Firmen den Löwenanteil geschafft haben, „damit ab Montag der Schulbetrieb wieder ganz normal starten kann“, sagt Wienke. „Nacharbeiten wird es dann aber noch geben.“

Außer einer neuen Fassade erhält die Grundschule auch einen verbesserten Brandschutz: Der Textilraum im Obergeschoss verfügt jetzt über eine Fluchttür. Im Erdgeschoss wurden zwei Fenster durch Türen ersetzt, damit die Erst- bis Viertklässler im Ernstfall schnell ins Freie gelangen können.

Wienke geht davon aus, dass er den Kostenrahmen in Höhe von 150 000 Euro nicht sprengen muss: „Alles sieht so aus, dass wir damit hinkommen.“ Hätten die Firmen den Auftrag nicht in den jetzigen Ferien erledigen können, wäre es eng geworden: Das Geld war bereits im Haushalt 2011 bereitgestellt, konnte aber wegen Personalmangels nicht abgerufen werden. Dann gab es plötzlich Diskussionen über die Zukunft der Grundschule Völksen. Der Ortsrat ging auf die Barrikaden, die Verwaltung zog ihren Schließungsvorschlag zurück.

Schließlich wurde der Auftrag ausgeschrieben, drei Firmen reichten Angebote ein. Doch der Vorgang musste wegen eines Formfehlers wiederholt werden.

„Am 31. Dezember wäre der Haushaltsposten verfallen“, weiß Wienke. Die jahrelang erkämpfte Sanierung wäre futsch gewesen, die Energieverschwendung hätte sich Winter für Winter fortgesetzt.



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