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Runder Tisch zur Schulbau-Debatte

SPRINGE. In der Debatte um die Kosten für den Ausbau von Integrierter Gesamtschule und Grundschule Bennigsen soll ein Runder Tisch eine Lösung bringen: Das erste Treffen ist nach Angaben von Fachbereichsleiter Clemens Gebauer für den Januar geplant.

Dauerthema: Wie soll die Integrierte Gesamtschule fit für die Zukunft gemacht werden? Darüber streitet die Politik. FOTO: HELMBRECHT
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Christian Zett Redaktionsleiter zur Autorenseite

Momentan rekrutiere man die Teilnehmer für die Runde, die sich aus Vertretern von Politik, Stadt, Eltern und Schulen zusammensetzen soll. Der Runde Tisch war zuletzt zusammengetreten, als es um die Einrichtung der Integrierten Gesamtschule und den daraus folgenden Konsequenzen für den Schulstandort Springe ging.

Eigentlich, räumt auch Gebauer ein, passen die offenen Fragen rund um IGS und Grundschule Bennigsen nicht zur Zielsetzung des Runden Tisches – denn der war einst explizit unter dem Titel „Schulstruktur“ angelegt worden: „Eigentlich ist das also nicht das richtige Thema“. Trotzdem wolle man dort „bestimmte Fragen“ besprechen.

Diese „bestimmten Fragen“ treiben die Politik schon länger um: Müssen IGS und Grundschule zusammen tatsächlich mindestens 25 Millionen Euro kosten? Aber auch: Gibt es besonders bei der Gesamtschule Alternativen – einen Zweistandort etwa, einen kompletten Neubau womöglich? Besonders FDP-Ratsherr Matthias Lenz hatte zuletzt verschiedene Vergleichszahlen aus anderen Kommunen bemüht, um auf die seiner Meinung nach zu hohen Kosten hinzuweisen.

Es gehe nicht darum, die Projekte grundsätzlich infrage zu stellen, betont CDU-Fraktionschef Wilfred Nikolay: „Die Frage ist aber: Muss die eine oder andere Sache wirklich sein?“ Die Erfahrung der Politik sei, dass bei vielen Bauprojekten am Ende ganz andere Summen genannt wurden als während der Planungen. Es sei gut, wenn nun am Runden Tisch viele Gruppen beteiligt seien. Man müsse jedoch aufpassen, dass dort nicht viele Wünsche geäußert würden, ohne deren Auswirkungen auf den Gesamthaushalt der Stadt im Blick zu behalten. Die Verwaltung selbst sei nach wie vor in der Pflicht, mit Blick auf anstehende Investitionen genau zu sagen, was sie wann leisten könne.

Der SPD-Fraktionsvorsitzende Bastian Reinhardt hat auch die Zeit im Blick: „Ich freue mich über jede Alternative, die ohne erhebliche Zeitverzögerung umgesetzt werden kann.“ Insbesondere bei der Gesamtschule sei schon zu viel Zeit ins Land gegangen. Unter anderem hatten hier Planänderungen, aber auch eine von der Ratsgruppe FDP/Freie Wähler/Kohlenberg erzwungene europaweite Ausschreibungen der Planungen für Verzögerungen gesorgt. Man könne deshalb jetzt nicht alles noch einmal grundsätzlich infragestellen: „Irgendwann muss auch in Springe der Spaten in den Boden gerammt werden.“

Gebauer betont, die Stadt sei „in einer komfortablen Situation“ – schließlich gebe es für beide großen Bauprojekte gültige Ratsbeschlüsse, an denen man sich orientiere. Wolle die Politik nun noch etwas ändern, müssten entsprechende Anträge gestellt werden.

Bürgermeister Christian Springfeld (FDP) hatte zuletzt davor gewarnt, zu sehr bei den Schulbauten zu sparen: Man wolle Qualität, die für Jahrzehnte halten solle.

Wege zu
weit?
Einen Kritikpunkt an den aktuellen Plänen kann SPD-Mann Reinhardt unterdessen nicht nachvollziehen: Durch den Anbau weiterer Elemente an das Schulzentrum Nord würden die Wege innerhalb des Gebäudes zu lang. „Wir reden nur von einer Erweiterung. Da dürften die Strecken überschaubar sein.“



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