weather-image
24°
Neue Hinweise fehlen: Staatsanwaltschaft Hannover will nun die Ermittlungen einstellen

Rumänische Geige stammt nicht aus Bennigsen

Bennigsen (zer). Die Geige, die die rumänische Polizei bei einer Hausdurchsuchung in der Stadt Constanta am Schwarzen Meer sichergestellt hat, ist nicht das auf dem Rittergut von Freiherr Roderic von Bennigsen gestohlene Instrument. Dies teilte gestern Irene Silinger von der Staatsanwaltschaft Hannover auf Anfrage der Neuen Deister-Zeitung mit. Lediglich das Baujahr 1721 war identisch mit der in Bennigsen gestohlenen Stradivari, deren Wert Experten auf rund drei Millionen Euro schätzen.


Von der kostbaren Geige fehlt auch mehr als vier Monate nach dem Diebstahl noch jede Spur. Sie gehört der Hamelner Familie der Ehefrau von Roderic von Bennigsen, der Musikerin Jeanne Christée.

Die Polizei hat im vergangenen Vierteljahr umfangreiche Vernehmungen durchgeführt. Neben Familienmitgliedern wurden Nachbarn und Angestellte verhört. Auch ehemalige Mitarbeiter und Hobbyreiter, die auf dem Gelände des Rittergutes Pferde halten, sind befragt worden. Bislang allerdings ergebnislos.

„Wenn es keine weiteren Ansätze gibt, werden wir die Ermittlungen einstellen“, kündigt Irene Silinger an.

Die Einbrecher hatten das Rittergut Bennigsen am Abend des 17. Oktober vergangenen Jahres heimgesucht. Als Hausherr Roderic von Bennigsen gegen 22 Uhr abends nach Hause kam, bemerkte er den Verlust.

Gestohlen wurden verschiedene Kunstgegenstände, ein mehrarmiger Silberleuchter, mehrere Familienorden, Schmuck und auch ein Ölgemälde.

Der Gesamtschaden soll sich nach Informationen der Neuen Deister-Zeitung auf rund fünf Millionen Euro belaufen.

Anzeige
Anzeige
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare