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Rückbau des Jagdparcours kommende Woche abgeschlossen

ELDAGSEN. Der Rückbau des Jagdparcours an der Holzmühle ist in den letzten Zügen. In der kommenden Woche sollen alle Arbeiten abgeschlossen sein, sagt Michael Lücke vom Forstamt Clausthal. Doch die umfangreiche Sanierung im Saupark brachte auch die eine oder andere Überraschung mit sich.

Michael Lücke (l.) informiert sich mit Ralf Wrocklage von der Firma Eggers über den Fortschritt der Bauarbeiten. FOTO: HELMBRECHT
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Saskia Helmbrecht Redakteurin zur Autorenseite

Mitte Juli haben die Landesforsten mit den Arbeiten im Saupark begonnen. Das Problem: Durch den Schießbetrieb war der Boden schadstoffbelastet. „Wir sprechen von 90 Tonnen Blei“, so Lücke. Der Boden musste somit komplett abgetragen – und vor allem entsorgt werden. Das Ziel: Unter 2000 Milligramm Blei je Kilogramm Boden bleiben.

Geplant war ursprünglich, das Material zu sieben, um die Steine vom belasteten Feinboden zu befreien. „Doch weil wir keinen richtigen Sommer gehabt haben, war es dafür nicht trocken genug.“ Konsequenz: Der Boden musste komplett entsorgt werden. „Und damit sind auch die Kosten gestiegen.“ Etwa 800 000 Euro kostet die Sanierung des Geländes und des Steinbruchs. Und auch dort befinden sich in den engen Nischen Rückstände der Munition und der Tontauben.

Um den Steinbruch von diesen Überresten zu reinigen, kamen spezielle Fahrzeuge zum Einsatz, unter anderem ein Langarmbagger, der die Wand wieder freilegte. „Bei mehreren Messungen haben wir festgestellt, dass wir die Grenzwerte im Boden weit unterschritten haben.“

Wenn die Arbeiten Ende kommender Woche abgeschlossen werden, sollen die Renaturierungsmaßnahmen beginnen und Sträucher gepflanzt werden, sagt Lücke. „Wir setzen das Gebiet auf die Stunde Null zurück und geben die Fläche an die Natur zurück. Das wird eine spannende Entwicklung werden.“ Denn wo jetzt noch eine riesige Baustelle ist, soll in 100 Jahren wieder eine Waldfläche sein. „Außerdem werden wir anschließend Zäune aufstellen, denn das hier ist ein Naturschutzgebiet mit Wegegebot. Hier hat keiner was verloren“, betont Lücke. Und diese Abgrenzung solle nicht nur der Natur Zeit geben, sich zu erholen, sondern auch die Menschen schützen. Weil der Boden nicht mehr gefestigt ist, könnten schnell Unfälle passieren. Alle Zuwege würden daher verschlossen.

In etwa fünf Jahren müssten, falls vorhanden, Nadelgehölze herunter geschnitten werden. Lücke geht davon aus, dass sich Pionierbaumarten etablieren werden, also etwa eine Hänge-Birke.



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