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CDU wählt am 17. November einen neuen Vorstand / 55-jährige Lüdersenerin zur Kandidatur bereit

Riegelmann bewirbt sich um Parteivorsitz

Springe (mf). Der CDU-Stadtverband steht vor einem Führungswechsel. Elke Riegelmann will die Nachfolge von Anette Henkels antreten, die bereits im Frühjahr ihren Verzicht auf eine zweite Amtszeit angekündigt hatte.

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Auf Anfrage der Neuen Deister-Zeitung bestätigte Riegelmann gestern ihre Bereitschaft, in der Mitgliederversammlung am 17. November für den Vorsitz zu kandidieren. Die 55-jährige Studienrätin aus Lüdersen gehört dem Führungszirkel der Springer CDU bereits seit knapp fünf Jahren als stellvertretende Vorsitzende an. Bei der Kommunalwahl im September gelang ihr der Einzug in den neuen Stadtrat.

Riegelmann ist zudem Vorsitzende der Ortsgruppe Springe im Philologenverband Niedersachsen und steht an der Spitze der heimischen Frauenunion. Diesen Posten werde sie aber unabhängig von der Kandidatur im CDU-Stadtverband aufgeben, kündigte die Lüdersenerin an.

Die bisherige Parteichefin Anette Henkels hatte frühzeitig deutlich gemacht, in diesem Herbst nicht mehr antreten zu wollen. Üblicherweise wäre ihre Amtszeit bereits im Frühjahr abgelaufen. Mit Rücksicht auf die Kommunalwahl war die Versammlung aber auf den Herbst verschoben worden.

Hinter Henkels liegen vier turbulente Jahre. Die öffentliche Auseinandersetzung der Partei mit Bürgermeister Jörg-Roger Hische dürfte dabei nicht unmaßgeblich zu ihrem Entschluss beigetragen haben, den CDU-Vorsitz abzugeben und sich künftig auf die Ratsarbeit zu beschränken.

Riegelmann bescheinigte der Noch-Vorsitzenden, gute Arbeit geleistet zu haben. Es sei sehr schade, dass Henkels aufhören wolle. Sie selbst sei aber bereit, Verantwortung zu übernehmen, „auch wenn ich mich nicht danach drängele“, wie sie betont. Angesichts der finanziell prekären Situation der Stadt seien die Zeiten längst vorbei, in denen Geschenke gemacht werden könnten, meint Riegelmann. Gerade deshalb sei die Herausforderung groß, politisch etwas zu gestalten.

Als eine vordringliche Aufgabe bezeichnet es Riegelmann, die seit 2002 am Otto-Hahn-Gymnasium unterrichtet, Antworten auf den demografischen Wandel zu finden. Springe könne sich beispielsweise als besonders seniorenfreundliche Stadt positionieren. Handlungsbedarf sieht die Lehrerin auch in der Schulpolitik. Gleichzeitig warnt sie hier aber vor übereilten Entscheidungen. Die Schulen hätten in den vergangenen Jahren insgesamt eine Vielzahl von Reformen über sich ergehen lassen müssen. Deshalb sei es ratsam, ihnen nun Zeit für erneute Veränderungen zu geben, mahnt Riegelmann. Springe werde aber nicht umhinkommen, einen Runden Tisch zu diesem Thema ins Leben zu rufen, um in Ruhe die notwendige Debatte zu führen.



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