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Unmut über Schwerlastverkehr: Gläser wackeln im Schrank, erste Risse an Gebäuden

Rieck fordert Tempo 30 für Lastwagen

Bennigsen. Lärm die ganze Nacht hindurch und erste Schäden an Häusern – in Bennigsen wächst der Unmut über den Schwerlastverkehr. Mit Beginn der Rübenernte werde sich die Situation nochmals verschärfen, fürchtet Ortsbürgermeister Hartmut Rieck (CDU). Er fordert deshalb ein sofortiges Tempolimit von 30 km/h für schwere Lastwagen.

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vON mARC fÜGMANN

Mit dem Start der Erntezeit werde Jahr für Jahr die Leidensfähigkeit seiner Mitbürger auf eine harte Probe gestellt, weiß Rieck. Da sei zum einen die Zuckerfabrik im nahen Nordstemmen. „Verladung und Transport mit immer größeren Lastwagen erfolgen während der Kampagne rund um die Uhr und damit auch in den Nachtstunden“, sagt Rieck. Kaum besser sei die Lage bei den Kartoffeltransporten. Weil mit der Firma Stöver ein großer Verarbeitungsbetrieb direkt in Bennigsen beheimatet sei, komme es auch hier pausenlos zu Anlieferungen.

„Die Straßen halten diese schweren Zugmaschinen mit der Last vielleicht noch aus“, meint Rieck, „allerdings stehen beispielsweise unmittelbar an der Landesstraße 460 – im Bereich von Im Osterland und Hauptstraße – teilweise ältere Häuser, bei denen dann die Gläser im Schrank scheppern.“ Nach Darstellung des Politikers beklagen die Anwohner aber vor allem, dass die durch den Schwerlastverkehr erzeugten Erschütterungen auch zu ersten Schäden an Gebäuden geführt haben. Die Eigentümer hätten Risse festgestellt.

Kaum mehr erträglich sei die Lärmbelästigung, die besonders durch die nächtlichen Rübentransporte entstehe. Er sei sich sicher, dass die zulässigen Grenzwerte überschritten würden, macht der Ortsbürgermeister deutlich. Erschwerend hinzu komme die steigende Zahl von Mautflüchtigen – „Lkw-Fahrer, die dazu gern die Querverbindungen zwischen A 7 und A 2 nutzen“.

Die betroffenen Anwohner und auch er selbst hätten zwar Verständnis für die Belange der Landwirtschaft. Trotzdem müsse auch auf die Anwohner Rücksicht genommen werden. In einem Brief an die heimische Landtagsabgeordnete Gabriela Kohlenberg bittet er diese, in Hannover Einfluss zu nehmen. Um die genannten Auswirkungen zu reduzieren, solle sie sich bei der Landesbehörde für Straßenbau für eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 Stundenkilometer einsetzen, fordert Rieck und ergänzt: „Dies dient letztlich auch einer Verkehrsberuhigung im Kernbereich unseres Dorfes.“ Rieck hofft nach eigenen Worten auf eine Antwort bis zur Ortsratssitzung am 11. September.



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