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Familie Brünig adoptiert Mischlingshündin aus einem spanischen Tierheim / Kontakt über Bundesliga-Torhüter Robert Enke

Rias Reise: Aus der Auffangstation in den Riesengarten

Lüdersen (zett). Ria ist ein Adoptivkind. Sie kommt aus Spanien, ist drei Jahre alt und wohnt seit gut zwei Wochen in Lüdersen. Dort liegt sie jetzt auf dem Wohnzimmerparkett, beobachtet Gabriele Brünig – und wedelt fröhlich mit dem Schwanz.

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Die Brünings, Gabriele und ihr Mann Rolf, sind eine richtige Hundefamilie. Und darum haben sie auch nicht lange gezögert, als sie die Chance hatten, Ria zu sich zu holen. Die schwarz-weiße Mischlingshündin ist gut angekommen in ihrem neuen Zuhause. Schön hat es sie es hier: Einen riesigen Garten, viel Platz zum Spielen.

Angefangen hat das Leben der Hündin aber ganz anders: Hundefänger erwischten sie in Manresa, einer Stadt nahe der Metropole Barcelona. Sie kam in eine Auffangstation und dann in das „Tierheim Manresa“, das sich vor Ort um Straßenhunde kümmert.

Zu dem Zeitpunkt hatte Ria schon mächtig Glück gehabt, glaubt Brünig: „Manche der Hunde sollen auch getötet werden, bevor sie überhaupt in das Tierheim kommen, habe ich gehört.“ Gerettet haben könnte Ria ihr Nachwuchs: Sie war schwanger, bekam vier Welpen und wurde danach kastriert.

Ihr Weg nach Lüdersen führte sie dann über Neustadt am Rübenberge. Dort arbeiten Teresa Enke und ihr Mann Robert, Bundesliga-Torhüter bei Hannover 96, als sogenannte „Delegierte“ für das Tierheim.

Über einen Zeitungsartikel wurden Brünigs auf Ria aufmerksam, wandten sich an Enkes, besuchten die Hündin – und nahmen sie sofort mit nach Hause. Bei einem Gegenbesuch brachte Familie Enke die Papiere und überprüfte noch einmal, dass es Ria in Lüdersen gut geht.

Manchmal fragen Freunde die Brünigs, warum sie einen Hund aus Spanien adoptiert haben – hier gäbe es doch auch genug herrenlose Tiere. Dann hat Gabriele Brünig eine klare Antwort parat: „Haben wir probiert, hat nicht geklappt.“ Zwei Mal holte die Familie Vierbeiner aus dem Tierheim Langenhagen nach Lüdersen, zwei Mal gab es Probleme und die Hunde mussten wieder zurück.

Ria träumt, die Pfoten zucken

Aber seit die Tochter der Brünigs samt Hunden vor einem Jahr mitsamt der Familienhunde ausgezogen ist, fehlte ihnen doch irgendwie die tierische Gesellschaft: „Irgendwann wollte ich dann doch wieder einen hierhaben“, sagt Gabriele Brünig. Ria ist inzwischen im Wohnzimmer eingeschlafen, ihre Pfoten zucken. „Sie träumt“, sagt Brünig und lächelt.

Weitere Informationen zum Tierheim gibt es im Internet unter www.tierheim-manresa.de.

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