weather-image
12°

Rewe will Innenstadt-Umbau retten

Die Investoren wälzen schon Plan B, die Stadt spricht mit möglichen neuen Geldgebern und will die Innenstadt überplanen. Doch es gibt noch Hoffnung in Sachen Innenstadt-Umbau: Der Rewe-Konzern, der als Ankermieter in den geplanten Neubau zwischen Nordwall und Niederntor ziehen sollte, will das Millionenprojekt retten.

Bis zum Frühjahr 2013 war Rewe in Springe vertreten – damals schloss das Unternehmen den Markt am Nordwall. Jetzt will der Konzern unbedingt zurück in die Kernstadt. Und versucht, das abgesagte Millionenprojekt doch noch zu retten. FOTO: RICHTER/ARCH
zett2

Autor

Christian Zett Redaktionsleiter zur Autorenseite

Und spart dabei nicht mit großen Worten: Die zentrale Lage des geplanten Rewe-Marktes sei „eine historische Chance, in der Innenstadt etwas Neues entstehen zu lassen“, sagt Daniela Beckmann, die für die Rewe-Region Nord spricht. Wie berichtet hatte der Supermarktriese bereits einen Mietvertrag für 1500 Quadratmeter Fläche unterzeichnet – nach Angaben der Investoren über 20 Jahre und unter der Voraussetzung, dass der neue Markt innerhalb von vier Jahren eröffnet werden kann. Voraussetzung aus Sicht von Rewe sei auch immer gewesen, dass ein neuer öffentlicher Groß-Parkplatz vorne an der Straße liegt – und nicht hinter dem Markt.

Völliges Neuland wäre die Kernstadt für Rewe nicht: Der Konzern übernahm Ende 2010 den plötzlich geschlossenen Comet-Markt am Nordwall. Und betrieb ihn dann nur knapp zweieinhalb Jahre. Gründe für den Rückzug damals: die schlechte Verkehrsanbindung, aber auch die schwierigen baulichen Umstände in dem „Woolworth“-Gebäude. Genau das wollten nun die Investoren abreißen und dort den neuen Markt errichten. Rewe wäre also an fast gleicher Stelle wieder neu eingezogen – wenn die Investoren das Projekt nicht vor einigen Tagen beerdigt hätten.

Bei Rewe will man sich damit nicht abfinden: Man werde „weiter an Springe festhalten“ und sich als Konzern „proaktiv einbringen“, so Sprecherin Beckmann. Soll heißen: Als möglicher Mieter werde man noch mal versuchen, „alle Beteiligten an einen Tisch zu bekommen, um eine gemeinschaftliche Lösung zu entwickeln“. Rewe wolle nun kurzfristig Kontakt zur Stadt und zu den Investoren aufnehmen, um die Gespräche anzuschieben.

Die Stadt selbst hatte schon vor einigen Tagen erklärt, für alle rechtlich machbaren Varianten bereitzustehen. Bürgermeister Christian Springfeld bekräftigte gestern Abend, man nehme gerne an von Rewe organisierten Gesprächen teil. Und auch Investor Dennis Melching signalisiert grundsätzlich Gesprächsbereitschaft: „Auch wenn sich zuletzt relativ viel in eine andere Richtung bewegt hat.“



Anzeige
Weiterführende Artikel
    Kommentare

    Kontakt

    Redaktion
    Telefon: 05041 - 78932
    E-Mail: redaktion@ndz.de
    Anzeigen
    Telefon: 05041 - 78910
    Geschäftsanzeigen: Anzeigenberater
    Abo-Service
    Telefon: 05041 - 78921
    E-Mail: vertrieb@ndz.de
    Abo-Angebote: Aboshop

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt