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Springer Feuerwehr zieht Jahresbilanz / „Viele außergewöhnliche und umfangreiche Einsätze“

Retter rücken 155-mal aus

Springe (col). „Es qualmt an der Halle. Es brennt!“ Mit diesen Worten begann das schwerste Feuer, das Springe im Laufe des Jahres zu verzeichnen hatte. Es war der 14. Juli, gegen 11 Uhr morgens. Um 12.30 stand bereits dicker, schwarzer Rauch über der Halle – eine Bewährungsprobe für die Springer Feuerwehren. Auf NDZ-Nachfrage legte Feuerwehr-Pressesprecher Torsten Baxmann nun die Zahlen des vergangenen Jahres vor. Insgesamt wurde die Brandschützer der Stadt Springe zu 155 Einsätzen aller Art alarmiert.

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Deren Zahl teilt sich auf in 69 sogenannte technische Hilfeleistungen und 86 Brände. 27-mal mussten die Feuerwehren quasi umsonst ausrücken – Brandmeldeanlagen hatten fälschlicherweise ausgelöst. Besonders häufig war das der Fall im Kloster Wülfinghausen. Allein dorthin wurden die Feuerwehren aus Eldagsen und Holtensen in den vergangenen zwölf Monaten neunmal gerufen.

Bei 59 Alarmierungen wurde es für die Blauröcke jedoch wirklich ernst. Der Brand der Sporthalle auf dem Bisongelände ist Baxmann noch gut in Erinnerung, forderte er doch die ganze Kraft der Freiwilligen. Aber auch der Gebäudebrand an der Spiegelberger Straße in Altenhagen I im April und der Wohnungsbrand an der Wolfstalstraße waren eine schwere Aufgabe für die Einsatzkräfte – sowohl physisch als auch psychisch. Bei dem Feuer an der Wolfstalstraße starb ein 39-jähriger Mieter an einer Rauchvergiftung.

Zu 42 technischen Hilfeleistungen mussten die Blauröcke in den vergangenen zwölf Monaten ausrücken. Dazu gehörten das Beseitigen von Ästen, das Abstreuen von Ölspuren sowie Unterstützung bei Wasserschäden in Wohnungen. Auch bei den Bergungsarbeiten in Wülfinghausen, bei der eine 39-Jährige in ein Trafo-Häuschen gerast war, halfen die Freiwilligen.

15-mal wurden die Feuerwehren zu Türöffnungen gerufen. Dort wurden die Freiwilligen von besorgten Verwandten oder Bekannten alarmiert, weil eine hilflose Person die Tür nicht mehr alleine öffnen konnte oder – im schlimmsten Fall – verstorben war.

Auch bei der Suche nach Fritz Mensing, der seit einem Monat verschwunden ist, beteiligten sich die Freiwilligen. zwölfmal rückten die Feuerwehren zu Verkehrsunfällen mit eingeklemmten Personen aus. „Da war zum Beispiel der Unfall zwischen Gestorf und Völksen oder der umgekippte Lastwagen in Eldagsen“, erinnert sich Baxmann. Da der Tank des Lastwagens aufgerissen war, musste die Feuerwehr 200 Liter Diesel abpumpen.

Bei hilflosen Tieren ist die Feuerwehr auch zur Stelle. Viermal musste ein Vierbeiner aus einer bedrohlichen Situation gerettet werden. „Gefährlich hätte es in Altenhagen I werden können, als dort nahe der Bundesstraße Schafe ausgebüxt sind“, so Baxmann.

„Wir hatten einige sehr umfangreiche Einsätze im vergangenen Jahr“, erinnert sich Baxmann, „dabei darf man nie vergessen, dass hinter jedem Einsatz ein menschliches Schicksal steckt.“



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