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Neuer Gerätewagen für den DRK-Katastrophenschutz in Dienst gestellt – Springer helfen bundesweit

Retten mit Hightech

Springe. „Rotkreuz Haland 57-48, bitte kommen…“ – wenn dieser Ruf durch den Äther geht, dann sind die ehrenamtlichen Retter des 5. DRK-Einsatzzuges aus Springe in Aktion. Sie helfen mit brandneuer Ausrüstung dann auch weit über die Regionsgrenzen hinaus.

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Autor:

Reinhold Krause

Bereits am 11. Juli haben die Einsatzkräfte nach einer umfassenden Einweisung das 150 000 Euro teure Sanitätsfahrzeug in Bonn vom Bund übergeben bekommen und an den Deister überführt. Die Rettungswache an der Eldagsener Straße ist einer der Standorte von insgesamt 64 Fahrzeugen für ganz Deutschland. Die Ehrenamtlichen aus Springe stellen mit ihrem Zug eine wesentliche Komponente der neu geschaffenen Medizinischen Task-Force (MTF) dar. Mit diesem Konzept ergänzt und unterstützt der Bund den Zivil- und Katastrophenschutz der Länder. Beim „Massenanfall von Verletzten“ kann ein mobiler Behandlungsplatz für bis zu 25 Personen gleichzeitig eingerichtet werden.

Vorgestern Abend dann wurde der Gerätewagen Sanität (GW-San) in Dienst gestellt. Sechs Einsatzkräfte können in dem voll ausgestatteten Fahrzeug Platz nehmen. An Bord befindet sich unter anderem ein 50 Quadratmeter großes, aufblas- und beheizbares Zelt, das in nur drei Minuten steht. Es bietet Behandlungsraum für acht Verletzte. Wichtig für den mobilen Einsatz sind drei Notfallrucksäcke für erwachsene Patienten sowie einer für Kinder. Mithilfe einer Ladebordwand können die großen Teile im Heck des Fahrzeuges aus- und eingeladen werden. Seitlich sind zwei ausfahrbare Trittborde, die es den Helfern erleichtern, auch an die oberen Regale zu gelangen. Die LED-Umfeldbeleuchtung sorgt für gute Sicht am Fahrzeug bei Dunkelheit. Der Wagen birgt umfangreiche Ausstattung wie mobile Stromerzeuger, Geräte zur Beatmung und Wiederbelebung, Medikamenten- und Kühlboxen sowie Krankentragen.

Christian Niemüller, stellvertretender Regionsbereitschaftsleiter, und Ulrich Tegtmeier, Leiter des 5. Einsatzzuges, erklärten den Helfern das neue Fahrzeug und dessen Inhalt. Auf die Inbetriebnahme folgte gleich eine erste Übung an – im Ernstfall müssen alle Handgriffe sitzen. „Diese erste Übung dient noch der Bediensicherheit, danach wird auf Zeit trainiert“, so DRK-Sprecher Florian Hentschel.

30 ehrenamtliche Helfer stehen dem Einsatzzug zur Verfügung. Sie alle werden nach und nach für dieses Fahrzeug ausgebildet. Wer es fahren will, benötigt allerdings einen Lkw-Führerschein. Interessierte Bürger können sich die Geräte beim Tag der Helfer am 31. August in Eldagsen ansehen.



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