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Region sucht Car-Sharing-Anbieter

SPRINGE/REGION. Die Städte Springe Burgwedel, Gehrden und Neustadt a. Rbge. haben sich entschieden, Car-Sharing-Fahrzeuge in ihre Fuhrparks aufzunehmen und sie außerhalb der Dienst-Kernzeiten mit privaten Nutzerinnen und Nutzern zu „teilen“.

Die Klinikum Region Hannover Service-Gesellschaft und die Verwaltung der Region Hannover beteiligen sich mit ihren Standorten in Neustadt a. Rbge. an dem Pilotprojekt. Die sechs Partner haben eine entsprechende Kooperationsvereinbarung geschlossen und suchen jetzt einen geeigneten Car-Sharing-Anbieter.

Anfang März wurde die gemeinsame europaweite Ausschreibung von der Region Hannover veröffentlicht, die mit der Durchführung des Verfahrens betraut wurde. Nach einer erfolgreichen Auftragserteilung könnten schon in diesem Herbst bis zu 13 Car-Sharing-Fahrzeuge an acht Standorten in den vier Kommunen bereit stehen.

„Besonders in kleineren Kommunen scheitert Car-Sharing häufig an einer zu geringen Auslastung der Fahrzeuge in der Startphase“, erläutert Ulf-Birger Franz, Verkehrsdezernent der Region: „Die Region Hannover setzt daher auf die Integration von CarSharing-Fahrzeugen in kommunale und betriebliche Fuhrparks. Die Kommunen und das Klinikum fungieren bei diesem Modell als Ankerkunde, denen die Autos während der Dienstzeiten exklusiv zur Verfügung stehen. Abends und am Wochenende stehen sie dann auch allen Einwohnerinnen und Einwohnern zur Verfügung – also genau dann, wenn die private Nachfrage am stärksten ist.“

„Mit diesem Konzept können dienstliche und private Mobilität nachhaltiger gestaltet und darüber hinaus die Mobilitätskosten von Betrieben, Verwaltungen und Privathaushalten häufig reduziert werden“, ergänzt Projektleiterin Eva Hannak vom Fachbereich Verkehr. Geplant sei eine Laufzeit von vier Jahren mit einer Verlängerungsoption von ebenfalls vier Jahren. Weitere Kommunen könnten der Kooperation beitreten.

Die Region unterstützt die regionsangehörigen Städte und Gemeinden bei der Förderung von Gemeinschaftsautos oder Fahrgemeinschaften als attraktive Alternative zum privaten Auto. Grundlage dafür ist der Masterplan „Shared Mobility“, den die Regionsversammlung 2014 beschlossen hat. Ziel ist es, bis 2020 in möglichst allen 20 Umlandkommunen Car-Sharing-Angebote als Baustein des Mobilitätsverbunds – in Ergänzung zu ÖPNV, Fahrrad und Taxi – einzurichten.

Privat-Pkw bleiben durchschnittlich bis zu 23 Stunden ungenutzt – täglich. So kann ein Car-Sharing-Fahrzeug nach aktuellen Untersuchungen bis zu zehn Privat-Pkw ersetzen. Das spart wertvolle Flächen und kommt laut Region außerdem den Kundinnen und Kunden wirtschaftlich zugute: Fixkosten für Anschaffung, Steuer oder Versicherung und der Zeitaufwand für Fahrzeugpflege und -instandhaltung entfallen. Zudem könne zwischen unterschiedlichen Fahrzeugtypen von Kleinwagen bis Transporter gewählt werden, die auf dem neuesten Stand der Technik sind und nur geringe CO2-Emissionen verursachen.




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