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Region: Neuer Haltepunkt wirtschaftlich

SPRINGE. Für die, die sehnsüchtig auf die zweite Kernstadt-Bahnhaltestelle warten, gibt es eine gute und eine schlechte Nachricht. Die gute zuerst: Das Projekt hat die nächste Hürde genommen. Die schlechte: Bis dort der erste Zug hält, können noch mindestens acht Jahre ins Land gehen.

Laut Region wäre der Bahnübergang Deisterpforte ein wirtschaftlicher Standort für einen neuen Bahnhof. FOTO: MISCHER
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Christian Zett Redaktionsleiter zur Autorenseite

Der Reihe nach: Schon vor Monaten hatte die Region als für den Zugverkehr zuständiger Bauherr die sogenannte „Kosten-Nutzen-Rechnung“ eingeleitet: ein Verfahren, das die Ausgaben für den Bahnhofsbau dem Nutzen gegenüberstellt. Dafür gibt es standardisierte Verfahren und strenge Vorgaben, auf die auch der Fördermittel-Geber, die Landesnahverkehrsgesellschaft (LVNG), ein Auge hat.

Nun liegen die ersten Ergebnisse vor: Aus Sicht der Region hat der Bahnhof die Hürde übersprungen: Der Nutzen sei rechnerisch größer als die Kosten, so Regionssprecher Klaus Abelmann – das Projekt könne theoretisch vorangetrieben werden. Als nächstes liege der Ball nun im Feld der LVNG: Die Gesellschaft soll laut Regionssprecher Klaus Abelmann die Planungsunterlagen prüfen, und entscheiden, ob die bisherige Einschätzung ausreicht oder ob eine sehr umfangreiche weitere Bewertung nötig ist: „Aus unserer Sicht überwiegt der Nutzen der neuen Station“, sagt Abelmann.

Eine interne Prognose der Region Hannover, die der Neuen Deister-Zeitung vorliegt, zeigt, dass das Projekt in jedem Fall viel Zeit in Anspruch nimmt: Zwischen 2022 bis 2025 könnte demnach frühestens gebaut werden. Vorher stehen nicht nur Abstimmungen mit der LVNG, sondern auch mit der Bahn an. Der Bau der Station und des Umfelds muss von Experten geplant werden – erst Ende 2019 soll das Projekt nach den vorläufigen Planungen mit der Stadt näher abgestimmt werden. Erst danach geht es an konkretere Kostenplanungen und den tatsächlichen Förderantrag. Vorher steht wohl auch weder fest, ob der Bahnhof tatsächlich kommt, noch wie viel er kostet. In ersten Schätzungen war die Region von etwa 4 Millionen Euro ausgegangen.

Entstehen soll die vierte Station im Stadtgebiet direkt am Bahnübergang Heinrich-Göbel-Straße. Ziel der Region ist es, aus dem westlichen Teil der Kernstadt mehr Bewohner zum Umstieg auf die S-Bahn zu bewegen. Der Sprinter soll an der Deisterpforte nicht halten. Angelegt ist der Halt als Anlaufpunkt für Fußgänger und Radfahrer: Im Umfeld sollen nur wenige Parkplätze entstehen. Die Stadt unterstützt das Projekt – im Rat hatte es jedoch auch kritische Stimmen gegeben.

Der Ortsrat Lüdersen beschloss gar eine Resolution gegen das Projekt – fand aber in den umliegenden Orten keine weiteren Unterstützer dafür.



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