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Region erstellt Wohnraumkonzept, das Springes Probleme zeigt

SPRINGE. 450 Wohnungen müssen bis zum Jahr 2025 in Springe entstehen – das ist ein Ergebnis des Wohnraumversorgungskonzepts, das die Region Hannover für sich selbst und all ihre Kommunen hat erstellen lassen. Heute spricht die Regionspolitik erstmals über das Papier.

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Christian Zett Redaktionsleiter zur Autorenseite

Dabei sollen nicht nur Mehrfamilienhäuser eine Rolle spielen: Die Hälfte des Bedarfs, so sieht es das Konzept vor, soll in Ein- und Zweifamilienhäusern gedeckt werden. Gerade letzteres dürfte dabei eine Herausforderung werden: Denn das Konzept bescheinigt der Stadt auch einen Mangel an Bauland.

Dagegen entstehen gerade in Sachen Eigentums- und Mietwohnungen zahlreiche neue Optionen: In Bennigsen werden an den Schusterhöfen (früher Gasthof Schwägermann) 44 Eigentumswohnungen gebaut. Auch in Eldagsen soll zwischen Langer Straße und Nordwall gegenüber der Kirche Wohnraum entstehen. Und in Springe folgen Projekte wie die den Bährehöfen nahe des Bahnhofs und einem Neubau am Nordwall weitere Vorhaben wie am Oberntor (frühere Fleischerei), an der Bahnhofstraße (alter Sparkassen-Komplex) und am Kalkwerk (Bormann-Hof und NP-Gelände).

All das sind allerdings sogenannte Nachverdichtungen – soll heißen: Hier werden Flächen inmitten der Stadt bebaut, die vorher schon genutzt werden.

Ein größeres Problem ist der Bedarf nach größeren Flächen – in der Regel für neue Baugebiete. Die Region hat in Springe dafür ein Potenzial von 13 Hektar erfasst – etwas mehr als 18 Fußballfelder. Das reiche „rechnerisch nicht aus, um den zusätzlichen Wohnungs- und den damit verbundenen Flächenbedarf“ zu decken, heißt es in dem Konzept. Gebraucht würden 14 Hektar bis 2025.

Zwar gebe es weitere Möglichkeiten zur Nachverdichtung – verbunden aber immer mit hohen Aufwand und begrenzter Akzeptanz bei den Bauwilligen. „Es bedarf sowohl mehr Bauland als auch eine erhöhte Aktivierung der vorhandenen Potenziale“, bilanzieren die Fachleute für Springe. Gleichzeitig gebe es „einen erheblichen Mangel“ bei der Infrastruktur. Gemeint sein dürften nicht nur fehlende Kita-Plätze, sondern auch – wie etwa in Bennigsen – ein großer Nachholbedarf beim Ausbau des Kanalnetzes.

Ein Augenmerk hat das Konzept auch auf Sozialwohnungen gelegt: Diese geförderten Wohnungen mit niedrigerer Miete sollen regionsweit auf einen Anteil von 4,7 Prozent steigen. Springe ist davon weit entfernt: Momentan liegt man hier bei 0,7 Prozent: „Zum Erhalt der Bestandsquote (...) bedarf es im Jahr 2025 rund 100 Sozialwohnungen“ in Springe, heißt es in dem Konzept. Zwischen 2016 und 2025 müssten demnach neun bis zehn neue Sozialwohnungen im Jahr entstehen.



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