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Regiobus verdoppelt Kapazitäten

ELDAGSEN. Die Regiobus weitet ihre Kapazitäten auf dem Betriebshof im Loffenkamp aus. War in der alten Fahrzeughalle Platz für 34 Busse, soll die neue Raum für 68 Fahrzeuge mit all den damit verbundenen Anforderungen bieten. Das gaben Betriebsleiter Ingo Schmidt und Projektsteuerer Dirk Felsmann gestern bekannt.

Nach bisherigem Planungsstand soll hier die Fahrzeughalle entstehen.
Mischer

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Ralf T. Mischer Redakteur zur Autorenseite

Der Grund für die Erweiterung: Regiobus braucht mehr Platz. „Der Standort war bereits vorher zu klein. Nach den Bränden aber ist er dramatisch zu klein“, sagt Schmidt. Projektentwickler Felsmann kümmert sich um die Koordination des Neubauprojekts zwischen den beteiligten Firmen und der Regiobus. Als Planungsbüro wurde die Firma HJW+ Partner in Hannover verpflichtet. Um für mehr Busse Platz zu schaffen, hat die Regiobus bereits ein 10 000 Quadratmeter großes Grundstück am Ende der Straße „Sölterreeke“ erworben. Damit wird die Größe des Betriebshofes am Standort verdoppelt. Allerdings muss das Gelände zweigeteilt werden, denn die neu erworbene Fläche bleibt durch ein Privatgrundstück vom bisherigen Betriebsgelände getrennt. Auf dem neuen Grundstück soll voraussichtlich die neue Fahrzeughalle entstehen, das alte Gelände wird für Verwaltungs- und andere Nutzungen vorgesehen.

Nächste Hürde auf dem Weg zum Baubeginn ist die Förderzusage der Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen. „Wir hoffen, dass sie die Kosten in Höhe von 18 Millionen Euro mit bis zu 70 Prozent durch Fördermittel deckt.“ Der Förderantrag muss Ende Mai abgegeben werden. Die Vorbereitungen dafür laufen bei Regiobus. Schmidt betont aber, dass auch dann gebaut wird, wenn es keine Förderung geben sollte. „Das ist ja bereits beschlossen, daran ändert sich nichts.“

Bislang mussten sich die 180 Regiobusmitarbeiter in Eldagsen offenbar mit nicht ganz optimalen Verhältnissen für die große Flotte zufriedengeben. Eine Waschanlage etwa kann bislang im Winter nicht genutzt werden, weil sie nicht gegen Frost und Schnee geschützt ist. Und auch Personalparkplätze sind bisher nur sehr eingeschränkt vorhanden. All das soll sich ändern – und auch für die Busse selbst ist künftig mehr Platz. Zudem sollen bei den Planungen auch künftige technische Entwicklungen und sich damit verändernde Anforderungen an die Fahrzeughalle berücksichtigt werden.

Felsmann geht davon aus, dass mit dem Bau im Frühjahr 2018 begonnen werden kann. Die Planer rechnen mit einer Bauzeit von bis zu drei Jahren. Während der Zeit soll der Betrieb auf dem Gelände normal weiterlaufen. Schmidt: „Wir versuchen, die Beeinträchtigungen für die Mitarbeiter so gering wie möglich zu halten. Für die Fahrgäste ändert sich nichts“, verspricht Schmidt.

Der Betriebshof in Eldagsen ist mit 180 Mitarbeitern der größte Einzelstandort des Verkehrsbetriebs – und das wird er offenbar auch bleiben. An der Zahl der Mitarbeiter wird sich laut Angaben von Unternehmenssprecher Tolga Otkun nichts ändern.

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