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Regiobus: „Es zieht sich hin“

Eldagsen. Einen Monat nach dem Großbrand auf dem Regiobus-Betriebshof steht noch immer nicht fest, wie hoch der Schaden ist. Das Dach der zerstörten Fahrzeughalle ist so stark einsturzgefährdet, dass weder Gutachter noch Brandermittler die Ruine betreten konnten.

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„Wir müssen warten, bis das Dach vorsichtig abgetragen worden ist“, sagt Regiobus-Sprecher Tolga Otkun. Allerdings konnte auch der Beginn der Abrissarbeiten noch nicht terminiert werden. Der Auftrag muss ausgeschrieben werden. Eine der Auflagen ist, dass alle beteiligten Gutachter die Möglichkeit erhalten, im entscheidenden Moment in Eldagsen dabei sein zu können. Otkun: „Das Verfahren zieht sich hin, vermutlich sogar noch etliche Wochen.“

Erst nach weiteren Begehungen kann auch die Schadenshöhe weiter eingegrenzt werden. Bislang steht eine Summe zwischen 10 und 13 Millionen Euro im Raum. Die Verzögerung bedeutet auch: Die 120 Mitarbeiter, die weiterhin am Standort tätig sind, müssen sich auch in den nächsten Monaten mit provisorischen Arbeitsbedingungen abfinden. Bei dem Großbrand sind die Fahrzeuggarage, die Lackierhalle und die Waschanlage zerstört worden, die Werkstatt konnte anfangs nicht genutzt werden. Auch in Büros kommt es zu Einschränkungen. Otkun rechnet damit, dass es frühestens „im zweiten oder Anfang des dritten Quartals“ eine langfristige Lösung gibt. Ob die zerstörten Gebäude auf derselben Fläche wieder aufgebaut werden oder in der Nachbarschaft ein Neubau errichtet wird, sei ungeklärt: „Konkrete Überlegungen gibt es noch nicht. Das ist ein drittrangiges Problem“, so Otkun.

Auf dem Betriebshof brannte es in der Nacht zum zweiten Weihnachtsfeiertag. In den Flammen wurden 20 Linien- und drei Reisebusse, zwei Autos und ein Unimog vernichtet. Brandermittler hatten das Gelände gleich untersucht, aber keine eindeutigen Spuren gefunden. Ein technischer Defekt ist als Auslöser ebenso denkbar wie Brandstiftung.



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