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Raumnot: Fotogruppe Bennigsen bangt um Existenz

BENNIGSEN. Die Fotogruppe Bennigsen hat akute Raumsorgen: Laut dem kommissarischen Gruppensprecher Harald Schimke müssen die Fotobegeistern den rund 25 Quadratmeter großen Raum, den die Gruppe seit 1982 im Keller der Grundschule anmietet, bis zum 30. Mai räumen.

In der Grundschule ist künftig kein Platz mehr für die Fotogruppe Bennigsen. FOTO: MISCHER
Mischer

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Ralf T. Mischer Redakteur zur Autorenseite

Grund ist demnach der Neubau der Grundschule – im neuen Keller sei kein Platz für die Gruppe. Schimke sieht dadurch deren Existenz in Gefahr.

„Ich fürchte, wenn wir keine neuen Räume finden, könnte es auf die Auflösung der Gruppe hinauslaufen“, sagt Schimke. Er hofft aber noch – und wird aktiv: Mit einem Brief hat er den Stadtbürgermeister Christian Springfeld und den Ortsbürgermeister Jörg Niemetz auf die Probleme hingewiesen. Und bittet um Hilfe bei der Suche nach einem neuen Raum.

Unter anderem werden darin bislang die Gruppen-Sitzungen abgehalten, ein Teil der 25 Quadratmeter werden aber auch als Lagerraum genutzt. „Es ist einfach schade, wir haben im Keller 30 Jahre lang unsere Gruppenarbeit gemacht, nun kommt das Aus“, sagt Schimke. Die Stadt könne, nach bisheriger Sachlage keine alternativen Räume anbieten, weder im Neubau der Grundschule, noch anderswo. Dabei wäre die Fotogruppe auch bereit in andere Ortsteile umzuziehen: „Altenhagen I wäre unseren Mitgliedern zu weit entfernt – aber alle anderen Ortsteile wären kein Problem“, sagt der Sprecher.

Was die Foto-Enthusiasten brauchen: einen rund 25 Quadratmeter großen, trockenen Raum, für den die zehn Gruppenmitglieder bereit wären, für den Gruppenraum jährlich eine Miete in Höhe von bis zu 200 Euro zu zahlen. Für den Gruppenraum im Keller der Schule haben sie bislang 150 Euro aufgebracht. Schimke sagt, dass er mit einer Vermieterin in Bennigsen im Gespräch sei, bislang sei aber keine geeignete Wohnung gefunden worden.

Für den ersten Bauabschnitt der Grundschule Bennigsen will die Stadt drei Millionen Euro in die Hand nehmen. Insgesamt sind die Kosten für Abriss und Neubau mit 11,8 Millionen Euro veranschlagt. Die Bauzeit wird laut den Planungen etwa 16 Monate betragen.

Untergebracht werden die Schüler während der Bauzeit in zweigeschossigen Containern, in denen zwölf Räume für Unterricht und Verwaltung vorgehalten werden.

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