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Rathaus-Neubau: So geht’s weiter

SPRINGE. Bereits im August soll die Auslobung zum Architekten-Wettbewerb für den Rathaus-Neubau starten. Um die Raumnot in der Verwaltung kurzfristig zu entschärfen, hat die Stadt jetzt in der „Weißen Schule“ Eigenbedarf angemeldet.

Für den Übergang soll ein Teil der Verwaltung in die Weiße Schule umziehen. Gleichzeitig laufen die Pläne für den Anbau. FOTOS: Mischer
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Saskia Helmbrecht Redakteurin zur Autorenseite

Bisher werden die Räume von der Jugendhilfestation der Region genutzt. „Sowohl den Mitarbeitern der Region als auch ihren Kollegen von der Stadt mangelt es an diesem Standort schlicht an Platz. So ist zum Beispiel nur ein Besprechungsraum für Team und Fachdienste vorhanden“, sagt Sprecher Klaus Abelmann. Die Jugendhilfestation wird zum Jahresende in die Fünfhausenstraße 6 umziehen, wo auch das Jobcenter untergebracht ist. Die Region hat in dem Gebäude etwa 280 Quadratmeter angemietet, die derzeit nach den Wünschen des Teams umgebaut werden. „Die Mitarbeiter werden dort bessere Arbeitsbedingungen vorfinden, und die Station ist auch noch zentraler gelegen als die Weiße Schule“, lobt Abelmann.

Gleichzeitig werden die Pläne zum Rathaus-Neubau immer konkreter. „Etwa 1000 Quadratmeter Fläche bleiben im Rathaus. Wir sprechen somit bei dem Neubau von einer Gesamtfläche mit 2000 Quadratmetern“, sagt Vize-Verwaltungschef Gerd-Dieter Walter.

Neben der Kernforderung, alle Mitarbeiter an einen Standort zu holen, soll die Verwaltung barrierefrei werden – und ein Bürgerbüro erhalten, so Walter.

Der Architektenwettbewerb wird anonym sein, sagt Christian Kleine vom gleichnamigen Planungsbüro in Hannover, der die Stadt bei dem Verfahren begleitet. Im August beginnt die Auslobung, die Bewerbungszeit dauert 30 Tage. „Dann findet ein Kolloquium in Springe statt. Architekten werden Fragen zum Bauprojekt stellen“, erklärt Kleine. Das könnte bereits im November beginnen. Für den Entwurf haben die Architekten weitere acht Wochen Zeit. „Ende Februar, Anfang März, tagt das Preisgericht.“ Eine Jury, darunter auch Politiker, wählt dann aus verschiedenen Entwürfen, die anonym eingereicht wurden, einen Vorschlag aus.

Erst danach erfährt die Stadt, welcher Architekt den Auftrag am Ende bekommt. Und erst wenn der Entwurf feststeht, könnte über Kosten gesprochen werden, so Kleine. Auch der Rat muss die Auswahl schließlich noch genehmigen.

Stimmen die Ratsmitglieder dagegen, weil der Bau etwa zu teuer ist, muss der Architekt entweder umplanen oder er bekommt den Auftrag nicht. „Ein Entwurf kann zum Beispiel teurer sein, weil der Verbindungsgang zwischen Rathaus und Neubau länger ist. Ein anderer Entwurf ist zwar günstiger, würde aber die Optik kaputt machen – da muss man genau abwägen.“

Dieses Verfahren kann sich aber noch verzögern, möglich ist auch, dass die Auslobungsunterlagen vor der europaweiten Ankündigung der Politik vorgelegt wird, um über das Konzept zu beschließen.

In der Planung bereits mitberücksichtigt ist ein Ratssaal: „Das ist weit in die Zukunft gedacht. Aber es muss geplant werden, wo dieser Saal später mal sein könnte, um jetzt beim Neubau nicht etwas zu verbauen.“ Es sei lediglich eine Option, die ein Architekt mitbedenken müsste. „Wir rüsten vor.“ Würde die Stadt sich aber mal entscheiden, einen Saal zu bauen, und die finanziellen Mittel haben, würden die Pläne schon in einer Schublade liegen.

„Es wird dort eng genug werden mit dem Bau“, sagt Kleine. Denn Experten vermuten im Bereich des Burghofes archäologische Funde (wir berichteten). „Das ganze Projekt ist sehr reizvoll für Architekten, weil es nicht so einfach ist.“ Er freut sich auf die Vorprüfung und rechnet mit verschiedenen Ideen und Entwürfen.

Spannend bei der Planung werde auch die Umorganisation der Büros der Verwaltungsmitarbeiter sein. „Das sind konzeptionelle Fragen: Wo sollen welche Einheiten sitzen, um die Wege möglichst kurz zu halten.“ Offen ist auch, wie Rathaus und Neubau miteinander verbunden sein könnten. „Ein Anschlussbauteil könnte ein Tunnel werden oder man nutzt einen freien Raum“, überlegt Kleine. „Wichtig ist auch, dass der Bürger findet, was er erwartet.“



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