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Rathausbau: Museum hat Platz-Sorgen

SPRINGE. Die Verwaltung ist begeistert und breite Teile der Politik haben ebenfalls Zustimmung zum Sieger-Entwurf zum Rathausneubau signalisiert. Museumschefin Heidi Dopheide treibt der Entwurf des Büros SEP Architekten aus Hannover die Sorgenfalten auf die Stirn:

Könnte nach der Rathaus-Erweiterung zu einem Gastronomie-Betrieb werden: Die Remise auf dem Museumshof beherbergt derzeit die Wald- und Forstausstellung des Museums. Foto: SCHEFFLER
Mischer

Autor

Ralf T. Mischer Redakteur zur Autorenseite

Sie fürchtet, dass es dem Museum am Ende an Platz für seine Ausstellungen mangeln könnte.

Vorab stellte Dopheide zweifelsfrei klar, dass sie es begrüßt, dass die Stadt den Domänenhof umgestalten möchte – „ich finde es gut, dass der Platz angegangen wird“. Ihre Bedenken an dem Plan, der unter anderem vorsieht, dass in der Remise ein Kantinen- und Gastronomiebetrieb untergebracht wird, will sie keinesfalls als Kritik verstanden wissen, sondern eher als Hinweis auf die Anforderungen, die die Arbeit des Museums mit sich brächte.

Konkret geht es ihr, unter anderem, um den Domänenhof und den Töpfermarkt, der darauf normalerweise stattfindet. Geplant ist, dass er zu einem Bürgerplatz mit schicker Pflasterung und schattigen Bäumen umgestaltet wird, auf dem man gern zusammenkommt. Das Problem, das sie sieht, ist, dass durch die geplanten Bäume und Bänke zu wenig Raum für andere Veranstaltungen, wie etwa für den Töpfermarkt, bleibt, den das Museum organisiert.

„Ich habe die Befürchtung, dass der Platz zu gering ist“, merkt sie an und betont die große Bedeutung des Töpfermarktes für den Museumsverein. Und stellt heraus, dass es auch ohne Platzmangel immer schwierig gewesen sei, eine Genehmigung zu erhalten. Durch den eingeschränkten Raum auf dem neu gestalteten Bürgerplatz, fürchtet sie, wäre das dann noch komplizierter. „Der Töpfermarkt ist für den Museumsverein aber sehr wichtig – auch wegen der Einnahmen, die er uns in die Vereinskasse spült.“

Und auch die Ausstellung in der Remise, wo bisher landwirtschaftliches Gerät und eine Wald- und Forst-Ausstellung gezeigt werden, sieht sie in Gefahr. Denn in der Remise soll immerhin der Kantinen- und Gastronomiebetrieb entstehen. Und beides, Ausstellung und Gastronomie-Betrieb, unter einen Hut zu bringen, das stellt sie sich relativ schwierig vor.

Klingt nachvollziehbar, immerhin ist die Remise derzeit Ausstellungsort für Dreschmaschinen, Leiterwagen, Pflüge, Eggen und Co. Zwischen all den landwirtschaftlichen Geräten kann bislang weder Essen kredenzt noch zubereitet werden. Also wird umgebaut.

Laut Entwurf sind dort eine Küche, eine Garderobe, ein WC und ein Sitzungszimmer geplant.



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